Ludwig-Maximilians-Universität München
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Abschlussausstellung „ROOM“

„Ganz schön zeitintensiv“

München, 13.07.2017

Mehr als nur eine Bachelorarbeit: Um ihren Abschluss zu bekommen, konzipieren die Studierenden des Studiengangs Kunst und Multimedia ein Kunstprojekt und organisieren auch ihre Abschlussausstellung jedes Jahr selbst. Die Ausstellung „ROOM“ ist vom 14. bis zum 16. Juli 2017 im Studio II des Muffatwerks in München zu sehen.

Was macht Virtual Reality eigentlich mit dem Ton? Damit beschäftigt sich das Projekt von Olena Goncharenko.

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18 Studierende schließen dieses Jahr den Bachelor in Kunst und Multimedia am Institut für Kunstpädagogik ab. Zusätzlich zu ihrer Bachelorarbeit setzen die Studenten auch ein praktisches Projekt um. Dabei können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Sie programmieren Computerspiele oder Apps, arbeiten mit 3D oder Virtual Reality oder experimentieren mit Materialien wie Holz und Papier. Die Grundlagen dafür haben sie im Studium gelernt, wenn nötig helfen Tutoren und Dozenten bei der Umsetzung. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der künstlerischen Gestaltung der Projekte.

So entstehen ganz unterschiedliche Arbeiten, für die die Studierenden ein gemeinsames Ausstellungskonzept entwickelt haben: ROOM. „Das erschien uns passend: In einem großen Raum lassen wir in unseren Projekten viele kleine Räume entstehen, durch die der Besucher dann wandern kann“, erzählt die Studentin Pia Hinze.

Ein bis eineinhalb Jahre vor der Ausstellung beginnen die Studenten mit der Arbeit an ihren Projekten, die sie im Februar ihren Dozenten präsentiert haben. Parallel dazu werden die ersten Sponsoren angeschrieben. „Das hat überraschend gut geklappt“, sagt Pia. So können sie den Ausstellungsraum, Plakate, Flyer, einen Ausstellungskatalog und ein Buffet zur Vernissage finanzieren.

Ausstellungsorganisation parallel zur Bachelorarbeit
Im Sommersemester haben die Studenten dann die Ausstellung organisiert – denn dazu gehört mehr als das Entwerfen der Ausstellungsstücke. „Parallel zur Bachelorarbeit ist das ganz schön zeitintensiv“, erzählt Student Leonard Schulz. Aber die Studenten haben eine gute Lösung gefunden: „Wir haben uns in ein Print-, ein Gestaltungs-, ein Vernissage- und ein Presseteam aufgeteilt.“ Einmal pro Woche treffen sich alle im Seminar und tauschen aus, wie weit sie schon gekommen sind. „Die Zusammenarbeit klappt gut, auch wenn man natürlich hin und wieder jemanden daran erinnern muss, zum Beispiel ein Bild für unseren Instagram-Account zu schicken“, sagt Pia. So gestalten die Studierenden in Gruppenarbeit Flyer und eine Webseite, verschicken Einladungen und konzipieren eine Führung durch den Ausstellungsraum.

Eine Woche vor Beginn der Ausstellung können sie mit dem Aufbau beginnen. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so viel Arbeit ist“, so die Studentin. „Aber alle sind motiviert, sich anzustrengen und was Tolles auf die Beine zu stellen.“ Auch Leonard findet, dass die Gruppe sich gut vorbereitet hat. Denn zur Ausstellung laden sie nicht nur Freunde und Verwandte ein, sondern auch Agenturen und potenzielle Arbeitgeber. „Eine tolle Chance, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.“ Nach dem Studium haben die Absolventen unterschiedliche Pläne. Von einem Master, einer Stelle im Marketing bis zur Ausbildung als Bühnenbildner ist alles denkbar. Nach der vielen Arbeit freuen sie sich jetzt aber erstmal auf ihre Vernissage.

Die Ausstellung „ROOM“ findet vom 14. bis zum 16. Juli 2017 im Studio II des Muffatwerks in München statt, die Vernissage ist am 13. Juli um 19 Uhr. Das interaktive Raumkonzept lädt den Besucher dazu ein, sich Illusionen hinzugeben und neue Welten zu erschaffen. Der Eintritt ist frei.

www.kunstpaedagogik.uni-muenchen.de/meldungen/veranstaltungen/ausstellung--kumm-2017/index.html