Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neuer Masterstudiengang

Human Biology – Principles in Health and Disease

München, 31.07.2017

Medizinischer Fortschritt entsteht immer öfter an der Schnittstelle zwischen den Fachgebieten der Biologie und der Medizin. Ein neuer Masterstudiengang soll diese Lücke nun schließen. Voraussichtlich ab 2018 können sich an der LMU Studierende für den Studiengang „Human Biology – Principles in Health and Disease“ einschreiben.

Foto: Jan Greune / LMU

„Genau dieses Angebot hat uns bisher gefehlt“, erklärt LMU-Professor Thomas Gudermann. „Neben den klassischen Studiengängen, wie Biologie oder Medizin, entsteht ein interdisziplinäres Masterprogramm für Studierende, die sich sowohl für Fragestellungen der Medizin als auch der Biologie interessieren.“ Ziel sei es, eine solide interdisziplinäre Basis in den Grundlagen und der aktuellen Forschung im Bereich der Biologie mit einem medizinischen Verständnis zu verbinden, ergänzt Professor Heinrich Leonhardt vom Biozentrum der LMU, der gemeinsam mit Professor Gudermann den neuen Studiengang konzipiert. Der Master „Human Biology“ soll daher auch streng paritätisch ausgerichtet werden – sowohl bei der inhaltlichen Schwerpunktsetzung als auch beim Lehrpersonal.

Bereits seit Jahren laufen Gespräche, um den neuen Studiengang an der LMU ins Leben zu rufen. 2018 soll es nun endlich soweit sein: Ein neuer interdisziplinärer Masterstudiengang steht dann sowohl Absolventinnen und Absolventen der Biologie, Pharmazie und der Medizin offen. Denn neue medizinische Erkenntnisse – etwa bei der Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten wie Stoffwechselerkrankungen, neurodegenerativen oder Tumorerkrankungen – könnten vor allem im Zusammenspiel beider Fächer entstehen, so Professor Gudermann vom Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie. „Und dafür fehlen gut ausgebildete Nachwuchswissenschaftler.“

Intensive Betreuung, Mentoring und Praxisorientierung
Der Studiengang „Human Biology – Principles in Health and Disease“ soll dazu einen Beitrag leisten. Mit nur 20 bis 30 Studierenden gehört er zu den kleineren Studiengängen an der LMU. Zusätzlich sollen die Studentinnen und Studenten durch intensives Mentoring von Studenten aus höheren Semestern und wissenschaftlichen Mentoren betreut werden. Aber auch eine starke Praxisorientierung ist geplant, denn die Berufsaussichten der künftigen Absolventen sind vielfältig: Neben dem akademischen Weg haben Studierende auch in der Industrie gute Jobaussichten – etwa in großen pharmazeutischen Unternehmen, der Biotech-Szene oder der Medikamentenforschung. „Wir wollen mit diesem Studiengang auch nicht ‚nur‘ Wissen vermitteln, sondern junge Talente entdecken und weiterentwickeln und das Netzwerk der Universitäten und Forschungseinrichtungen in München nutzen“, sagt Gudermann.

Dass die Nachfrage nach einem Studiengang wie „Human Biology“ hoch ist, konnten die Professoren immer wieder im Gespräch mit den Studenten feststellen. „Einige Studenten sind genau aus diesem Grund an andere Universitäten gewechselt“, berichtet Leonhardt. „Jetzt freue ich mich auf den Start des Masterprogramms. Für mich ist es ein sehr attraktiver Studiengang, der das Beste beider Welten zusammenbringt.“

Der Studiengang "Human Biology - Principles in Health and Disease" wird vom Elitenetzwerk Bayern als neuer Elitestudiengang an der LMU gefördert.