Ludwig-Maximilians-Universität München
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Geschichte

Stifterblatt AuschnittIm Vergleich zur Verwaltung anderer staatlicher Behörden und Körperschaften des öffentlichen Rechts stellt die Universitätsverwaltung eine Besonderheit dar, da nicht nur die zu verwaltende Materie ein Spezifikum bildet, sondern auch die Universität als rechtlich eigenständige Korporation die geschichtliche Entwicklung ihrer Verwaltung geprägt hat. Dies gilt insbesondere für jenen Teil der Universitätsverwaltung, den man gemeinhin als „Studierendenadministration“ bezeichnet und der an der LMU trotz hochmoderner EDV-Ausstattung mit Online-Selbstbedienungsfunktionen heute noch den etwas antiquierten Titel „Kanzlei“ führt und mit nicht minder veraltet anmutenden Begriffen wie „Matrikel“ oder „Immatrikulation“ arbeitet. Und tatsächlich, ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Kernaufgabe der Studentenkanzlei, das Führen der Universitätsmatrikel sowie alle damit zusammenhängenden Verwaltungstätigkeiten, wie z. B. der Immatrikulation der Studierenden oder das Ausstellung von Bescheinigungen, die den rechtlichen Status eines Studierenden der LMU nach Innen und Außen amtlich dokumentieren, sind nicht nur genauso alt wie die Universität selbst. Sie sind auch bis heute im Wesentlichen gleich geblieben, selbst wenn sich ihre praktische Umsetzung und formale Ausgestaltung inzwischen stark verändert haben mögen; denn egal ob mit Tinte auf Pergament oder digital in der Datenbank erfasst, damals wie heute macht der Akt der Immatrikulation - also die Eintragung in die Matrikel - die Studierenden zum Mitglied der Universität mit allen Rechten und Pflichten.

Im Folgenden daher ein kleiner Einblick in die geschichtliche Entwicklung der Studentenkanzlei und ihrer Tätigkeit:

  • Pedell und Universitätsnotar

    Signet 1480

    Gemäß der ältesten Statuten unserer Universität von 1472 war offizieller Herr über die Universitätsmatrikel der amtierende Rektor, der auch die Gerichtsbarkeit über die Mitglieder der Hohen Schule zu Ingolstadt ausübte. Doch schon damals musste der Rektor nicht selbst die damit verbundenen Schreib- und Verwaltungsarbeiten erledigen... mehr

  • Die Entstehung einer Universitätskanzlei

    Signet 1545

    Neben der Protokollierung der Gerichtsverhandlungen des Rektors sowie der Sitzungen des Akademischen Senats oblagen dem Universitätsnotar der gesamte Schreibdienst der Universität, die Ausstellung von Urkunden und eben die Matrikelführung. Auch die vom Rektor als obersten Verwalter der Matrikel ausgestellten Dokumente zum Nachweis über die Universitätsmitgliedschaft einer Person... mehr

  • Die Universitätsnotare im 17. und 18. Jahrhundert

    Siegel 1760

    Die Matrikeln, in die alle Mitglieder der Hohen Schule eingeschrieben wurden (also neben den Studenten auch die Professoren, Magister und Bediensteten) bildeten so zusagen das schriftliche Herzstück und Gedächtnis der Universität als privilegierter Korporation, weshalb sie beim Rektoratswechsel wie die übrigen Insignien feierlich an den neu gewählten Rektor übergeben wurden.... mehr

  • Die Universitätskanzlei im 19. Jahrhundert

    Siegel 1860

    Der Begriff „Kanzlei“ als institutionelle Verwaltungsstelle wird erstmals 1803 verwendet, als der Actuar Heinrich Müller als Schreiber „in Cancellaria Universitatis nostrae“ seinen Dienst antritt. Zeitgleich wird die Amtsbezeichnung „Universitätsnotar“ - Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Notariatswesen in Bayern neu geordnet – durch den Titel „Universitätssekretär“ (Universitatis Secretarius) abgelöst ... mehr

  • Die Kanzlei bis 1945

    Siegel 1938

    1920 wird die inzwischen gewachsene Universitätsverwaltung neu gegliedert. Unter der Leitung des Universitätssyndikus gibt es jetzt ein dem Rektorat zuarbeitendes „Sekretariat“ für die allgemeinen Verwaltungsarbeiten (welches ab 1925 durch eine eigene „Schreibstube für Rektorat und Verwaltungsausschuß“ verstärkt wird) sowie eine „Kanzlei für Studentenangelegenheiten“ ... mehr

  • Die Studentenkanzlei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

    Siegel 1960

    Nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt die Organisation der Universitätsverwaltung zunächst unverändert, wie die Satzung der LMU von 1953 belegt: der Syndikus leitet „im Auftrage und nach Weisung des Rektors die allgemeine Universitätsverwaltung. Zu dieser gehören: 1. die Rektoratskanzlei, 2. die Studentenkanzlei... mehr

  • Die Studentenkanzlei im 21. Jahrhundert

    Siegel 2015

    Bereits zum Sommersemester 1997 war das Rückmeldeverfahren an der LMU neu organisiert worden - eine große Erleichterung für Studierende und Verwaltung zugleich: mussten die Studierenden bis dahin jedes Semester noch persönlich erscheinen um einen Antrag auf Weiterstudium zu stellen... mehr

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