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Famulatur

Famulatur (vgl. § 7 ÄAppO vom 27. Juni 2002 i. d. F. der Änderungsverordnung vom 17. Juli 2012)

siehe auch Anerkennung von Inlandsfamulaturen, Anrechnung von Auslandsfamulaturen

 

  • Die Famulatur hat den Zweck, die Studierenden mit der ärztlichen  Patientenversorgung in Einrichtungen der ambulanten und stationären Krankenversorgung vertraut zu machen, d.h. die Famulatur muss zwingend einen unmittelbaren Krankenversorgungsbezug haben, also gundsätzlich im Bereich der kurativen Medizin erfolgen. Die Ableistung an klinisch-theoretischen Instituten ist damit ausgeschlossen.
  • Die Famulatur wird abgeleistet
    • für die Dauer eines Monats in einer Einrichtung der ambulanten Krankenversorgung, die ärztlich geleitet wird, oder einer geeigneten ärztlichen Praxis,
    • für die Dauer von zwei Monaten (oder 2 x 1 Monat) in einem Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitationseinrichtung und
    • für die Dauer eines Monats in einer Einrichtung der hausärztlichen Versorgung*)
  • Eine im Ausland in einer Einrichtung der ambulanten ärztlichen Krankenversorgung oder in einem Krankenhaus abgeleistete Famulatur kann angerechnet werden. (Einzelheiten weiter unten).
  • Die viermonatige Famulatur (§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5) ist nach bestandenem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bis zum Beginn des Praktischen Jahres während der unterrichtsfreien (=vorlesungsfreien) Zeiten abzuleisten.

    Als unterrichtsfreie Zeit gelten auch Zeiten der Beurlaubung vom Studium nach Art. 48 BayHSchG, nicht jedoch individuelle „Auszeiten“ (Freisemester) eines Studierenden während der regulären Vorlesungszeit. Eine Beurlaubung nur zum Zwecke der Ableistung der Famulatur ist gleichfalls nicht statthaft.

    [Die Vorlesungszeit bestimmt sich ausschließlich nach den Zeiten, wie sie von der Universität Bayern e. V. (ehemals Bayerische Hochschulrektorenkonferenz) bayernweit vorgegeben werden. Etwaige abweichende Regelungen durch die Medizinische Fakultät (MeCuM) finden hier keine Berücksichtigung.]

  • Im Inland abgeleistete Famulaturen sind bei der Meldung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung durch Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 6 der ÄAppO nachzuweisen. Aus dem Famulaturzeugniss muss aber zweifelsfrei hervorgehen, ob es sich um eine Praxisfamulatur (ambulante Krankenversorgung) oder um eine Krankenhausfamulatur (stationäre Krankenversorgung) handelt. Die Kontaktdaten des Krankenhauses und des ausbildenden Arztes (Name, Adresse, Telefon, E-Mail) sollten erkennbar sein.

Eine in der Ambulanz eines Krankenhauses abgeleistete Famulatur gilt als Praxisfamulatur.

Nachweis der sog. "Hausarztfamulatur"

Die Teilnahme an der Hausärztlichen Versorgung ist grundsätzlich ergänzend zum Zeugnis gem. Anlage 6 ÄAppO zu bestätigen, bitte verwenden Sie hierzu das auf unserer Webseite zur Verfügung gestellte Beiblatt zum Formular nach Anlage 6 ÄAppO. Das Famulaturzeugnis sollte mit einem Praxisstempel inkl. kassenärztlicher Zulassungsnummer versehen sein.

An der hausärztlichen Versorgung nehmen nach § 73 Abs. 1a SGB V u. a. folgende Ärzte teil:

  • Allgemeinärzte (Praxisstempel FA für Allgemeinmedizin)
  • Kinderärzte (Praxistempel FA für Kinderheilkunde, Pädiatrie)
  • Internisten ohne Schwerpunktbezeichnung, die die Teilnahme an der hausärztlichen Versorgung gewählt haben (Praxisstempel "hausärztlicher Internist")
  • Ärzte, die nach § 95a Abs. 4 und 5 SGB V in das Arztregister eingetragen sind (i.d.R. Nachweis mit Praxisstempel "praktischer Arzt + Kassenzulassungsnr.")

 

 

*) Ab der Meldung zum 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung für die Prüfungstermine 2016 ist die Vorlage der Hausarztfamulatur grundsätzlich verpflichtend. Wurde das Studium wegen Krankheit, Schwangerschaft, der Betreuung minderjähriger Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger unterbrochen, verlängert sich die Übergangsfrist nach § 7 Abs. 2 Satz 2 ÄAppO um ein Jahr. In diesen Ausnahmefällen (gesonderter schriftlicher Antrag an das Prüfungsamt mit entsprechenden Nachweisen bis 15.November 2015 bzw. 15. Mai 2016 notwendig) kann noch eine sog. Wahlfamulatur (stationär oder ambulant)  für die Meldung zur Frühjahrs- bzw. Herbstprüfung 2016 anerkannt werden. Weitere Ausnahmen sieht die ÄAppO nicht vor.

 

Anerkennung von Inlandsfamulaturen

Für die Anerkennung für die im Inland abgeleisteten Famulaturen bringen Sie neben dem Famulaturzeugnis bitte stets Studienbuch bzw. tagesaktuelle Studienverlaufsbescheinigung, aktuelle Immatrikulationsbescheinigung und Physikumszeugnis mit.

Bitte achten Sie darauf, dass das Ausstellungsdatum der von Ihnen eingereichten Bescheinigungen nicht vor Beendigung der jeweiligen Ausbildung datiert ist.

In Ihrem eigenen Interesse empfehlen wir, Inlandsfamulaturen umgehend nach Ableistung zu Beginn eines jeweiligen Semesters im Prüfungsamt überprüfen zu lassen.

Die vorgenannten Unterlagen können grundsätzlich bis  15. Mai bzw. 15. November vorgelegt werden.

 

 

 

Anrechnung von Auslandsfamulaturen 

Die Anrechnung von Auslandsfamulaturen bitten wir mit dem auf den Webseiten zur Verfügung gestellten Formblatt  bis spätestens 15. Mai bzw. 15. November zu beantragen.

Aus organisatorischen Gründen werden später gestellte Anrechnungsanträge erst wieder mit Beginn des folgenden Semesters bearbeitet.

Die Anrechnung ist gebührenpflichtig (Gebühr zwischen 15 bis 30 Euro ohne Auslagen).

Gemäß § 7 Abs. 3 ÄAppO  k a n n  eine im Ausland in einem Krankenhaus abgeleistete Famulatur angerechnet werden, sofern im Einzelfall sämtliche inhaltlichen  Voraussetzungen im Sinne des § 7 Abs. 1 bzw. Abs. 2 ÄAppO erfüllt sind.

Die Famulatur hat den Zweck, den Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung in Einrichtungen der ambulanten und stationären Krankenversorgung  vertraut zu machen, d. h. die Famulatur muss zwingend einen unmittelbaren Patientenversorgungsbezug aufweisen, also im Bereich der kurativen Medizin abgeleistet werden.

Als Maßstab für eine Vergleichbarkeit der Tätigkeit müssen die Standards gelten, die auf das deutsche Gesundheitswesen anzuwenden sind. Die Ableistung der Famulatur in Entwicklungsländern kann daher generell nicht durch das Prüfungsamt empfohlen werden. Gleiches gilt für die Ableistung von Praxisfamulaturen (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 ÄAppO) im Ausland.

Vorzulegende Unterlagen:

  • Vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Tagesaktuelle Studienverlaufsbescheinigung sowie Studienbücher (bei Wechsel des Studienortes)
  • Zeugnis über den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
  • (Zweisprachiges) Zeugnis über die Tätigkeit als Famulus/Famula entsprechend Anlage 6 ÄAppO im Original und in Kopie –siehe unsere Vordrucke
    • Das Zeugnis ist mit Originalunterschrift des ausbildenden Arztes sowie Stempel/ Siegel des Krankenhauses zu versehen, Name, Anschrift und Kontakt des Arztes/Krankenhauses (Adresse, E-Mail, Tel. Nr.) sollten erkennbar sein.
    • Das Zeugnis darf nicht vor Beendigung der Famulatur datiert sein! Tage nach dem Ausstellungsdatum zählen nicht. Unterschreiten Sie dann die von der ÄAppO vorgeschriebene Mindestdauer von einem Monat, dann kann die Famulatur insgesamt nicht anerkannt werden.
  • Zusatzbescheinigung (Original und Kopie), in welcher die Einrichtung und Ihre Tätigkeit dort kurz beschrieben werden:
    • Art der Einrichtung, Bettenanzahl, Anzahl der Ärzte, Abteilungen,
    • Ihre Tätigkeit auf welcher Station und Nennung des Bezugs zur Patientenversorgung. Insbesondere ist eine Aussage zu treffen, ob die Famulatur im Rahmen der stationären oder der ambulanten Krankenversorgung abgeleistet wurde.
    • Selbstverständlich ist auch diese Bescheinigung mit Stempel/Siegel der Institution und Unterschrift des verantwortlichen Arztes zu versehen.
    • Die Kontaktdaten des Krankenhauses und des ausbildenden Arztes (Name, Adresse, Telefon, E-Mail) sollten erkennbar sein.
    • Grundsätzlich sollte die Bescheinigung auf dem Briefkopf des Krankenhauses/der Einrichtung erfolgen.
    • Da aus dem Stempel einer ausländischen Einrichtung oftmals nicht erkennbar ist, ob die Famulatur in den ambulanten oder in den stationären Bereichen der Einrichtung absolviert worden ist, ist die Vorlage dieser Bescheinigung in jedem Fall erforderlich, damit Ihr Antrag bearbeitet werden kann. Von der Ableistung einer Tätigkeit in Einrichtungen, die diese Mindestformalia nicht erfüllen können (z. B. wegen „fehlendem Briefpapier“), ist abzuraten, da das Prüfungsamt nicht davon ausgehen kann, dass eine mit deutschen Standards vergleichbare Ausbildung erfolgte.

Erst bei Vorlage aller vorgenannten Unterlagen kann im Einzelfall entschieden werden, ob die Angaben auf dem Zeugnis ausreichen, oder ob die Übersetzung von Stempel/Siegel oder der Zusatzbescheinigungen erforderlich ist.

Die Übersetzungen von Bestätigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, müssen von einem von einem deutschen Gericht öffentlich bestellten Übersetzer/Dolmetscher angefertigt werden. Dies gilt grundsätzlich auch für fremdsprachige Stempel auf dem Famulaturzeugnis. Die öffentlich bestellten Dolmetscher und Übersetzer werden in Listen aufgeführt, die bei den Landgerichten zur Einsicht aufliegen. Auskünfte erteilen auch der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ)

Siehe auch:

www.bdue-bayern.de

oder der Verein öffentlich bestellter und beeidigter Dolmetscher und Übersetzer Bayern e. V.

www.vbdu.de

oder im Bayerischen Staatsministerium der Justiz

http://www.justiz-dolmetscher.de/suche_action


Vordrucke

Anrechnungsformular für Auslandskrankenpflegedienst, - famulatur und PJ (PDF-Formular, 14KB)

Formular für die Famulatur, deutsch (PDF-Formular, 61 Kb)

Formular für die Famulatur, deutsch/englisch (PDF-Formular, 79 Kb)

Formular für die Famulatur, deutsch/französisch (PDF-Formular, 82 Kb)

Formular für die Famulatur, deutsch/italienisch (PDF-Formular, 79 Kb)

Formular für die Famulatur, deutsch/spanisch (PDF-Formular, 79 Kb)

Formular für die Famulatur, deutsch/portugiesisch (PDF-Formular, 79 Kb)

Formular für die Famulatur, deutsch/türkisch (PDF-Formular, 118 Kb)


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