Ludwig-Maximilians-Universität München
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Finale im Exzellenz-Wettbewerb

LMU siegt auf ganzer Linie

München, 15.06.2012

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist erneut die erfolgreichste Universität im bundesdeutschen Exzellenz-Wettbewerb: In der zweiten Phase der Exzellenzinitiative wurden alle eingereichten Anträge – vier Graduiertenschulen, vier Exzellenzcluster sowie das Zukunftskonzept LMUexcellent – bewilligt, wie die DFG und der Wissenschaftsrat heute bekannt gegeben haben. Zudem ist sie an einem Exzellenzcluster der Technischen Universität München maßgeblich wissenschaftlich beteiligt.

„Dass wir uns in diesem anspruchsvollen und schwierigen Wettbewerb mit allen Vorhaben durchsetzen konnten, das ist sensationell“, sagt LMU-Präsident Professor Bernd Huber in einer ersten Reaktion. „Das belegt die hohe wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und die herausragende Position der LMU. Dieses Ergebnis ist auf die hervorragende Arbeit, das Engagement und die Kreativität unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und auch den Einsatz vieler weiterer Mitstreiter an unserer Universität zurückzuführen. Dafür möchte ich allen ganz herzlich danken“, betont Huber. Besonders freue er sich, dass in der Exzellenzinitiative nun die Förderung von den Geistes- über die Naturwissenschaften bis hin zur Medizin reicht.

Bis 2017 werden nicht nur die bereits in der ersten Programmphase erfolgreich etablierten drei Exzellenzcluster in den Bereichen Nanowissenschaften, Proteinforschung und Laserphysik sowie die Graduiertenschule in den Neurowissenschaften weitergefördert. Zusätzlich können an der LMU aus Mitteln der Exzellenzinitiative auch drei weitere Graduiertenschulen in der Systembiologie, in den Altertumswissenschaften und Osteuropastudien sowie ein Exzellenzcluster im Bereich der Systemneurologie eingerichtet werden. Mit ihrem Zukunftskonzept LMUexcellent wird die LMU auch in den nächsten fünf Jahren ihre bisherige strategische Ausrichtung festigen, die Schwerpunktbildung weiter vorantreiben und dadurch ihr wissenschaftliches Profil nachhaltig schärfen.

„Der Erfolg der LMU in der Exzellenzinitiative hat uns bereits in den letzten sechs Jahren eine große Dynamik verliehen und die Sichtbarkeit und Reputation der LMU im nationalen und internationalen Wettbewerb der Universitäten gestärkt“, sagt LMU-Präsident Bernd Huber. „Das heutige Ergebnis gibt uns noch einmal enorme Schubkraft, die wir nutzen werden, um die Position der LMU als eine der forschungsstärksten Universitäten Europas auszubauen und zu den international renommiertesten Spitzenuniversitäten weiter aufzuschließen.“

Huber hebt außerdem die Bedeutung der Exzellenzinitiative für München als einem der weltweit sichtbarsten Wissenschaftsstandorte hervor: „Die hervorragende Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Museen, Industrie und vielen anderen Partnern, vor allem aber mit der TUM hat zum Erfolg entscheidend beigetragen. Ich danke unseren Kooperationspartnern für ihre Unterstützung ganz herzlich.“

 

Die Graduiertenschulen

Graduate School of Systemic Neurosciences

An der Graduate School of Systemic Neurosciences, kurz GSN-LMU, die bereits seit 2006 gefördert wird, suchen Doktorandinnen und Doktoranden aus verschiedenen Bereichen der Neurowissenschaften nach Antworten auf eine der fundamentalen Fragen der modernen Wissenschaft: Wie funktioniert das Gehirn? Ausgehend von einem systemisch-organismischen Schwerpunkt deckt GSN-LMU das gesamte Spektrum neurowissenschaftlicher Forschung ab, von der Molekular- und Zellbiologie über systemische Neurowissenschaften und Wissenschaftstheorie bis hin zu Neuropsychologie und -philosophie.

Kontakt:
Prof. Dr. Benedikt Grothe
Sprecher der Graduate School of Systemic Neurosciences
Tel: +49 (0)89 / 2180-74302
Fax: +49 (0)89 / 2180-74304
E-Mail: neurobio@lmu.de
Web: www.mcn.lmu.de/gsn

 

Graduate School of Quantitative Biosciences Munich

Die Graduate School of Quantitative Biosciences Munich, kurz QBM, bildet junge Lebenswissenschaftler in interdisziplinärer Forschung an der Schnittstelle von Experiment und theoretischer Analyse aus. Sie vereint zahlreiche Disziplinen an der LMU – von der Biochemie, Bioinformatik und Strukturbiologie über Medizin und Physik bis hin zur Mathematik – und sucht Doktoranden so mit dem nötigen Rüstzeug für die moderne quantitativ und systemisch orientierte Biowissenschaft auszustatten. Der thematische Schwerpunkt der Graduate School liegt auf der Kontrolle der Genexpression und dem Zusammenspiel verschiedener Kontrollmechanismen in regulatorischen Netzwerken.

Kontakt:
Prof. Dr. Ulrike Gaul
Sprecherin der Graduate School of Quantitative Biosciences Munich
Tel: +49 (0)89 2180-76878
Fax: +49 (0)89 2180-76999
E-Mail: gaul@genzentrum.lmu.de
Web: http://www.gaul-lab.genzentrum.lmu.de

 

„Distant Worlds“: Munich Graduate School for Ancient Studies

Die Munich Graduate School for Ancient Studies will die grundlegenden Prinzipien ermitteln, die antike Kulturen tragen und strukturieren. Um solche Fragen von Konstruktion und Organisation dieser Kulturen zu analysieren, vereint sie das breite Spektrum von altertumswissenschaftlichen Disziplinen an der LMU – von der Vor- und Frühgeschichte über die Alte Geschichte und die Klassischen Philologien bis hin zu Indologie und Sinologie. Dazu kommen die altertumswissenschaftlichen Einrichtungen am Standort München wie zum Beispiel die Staatlichen Sammlungen.

Kontakt:
Prof. Dr. Martin Hose
Sprecher der Munich Graduate School for Ancient Studies
Tel: +49 (0)89 / 2180-3558
Fax: +49 (0)89 / 2180-2355
E-Mail: m.hose@klassphil.uni-muenchen.de
Web: www.klassphil.lmu.de/personen/professoren/hose

 

Graduate School for East and South East European Studies
(gemeinsame Sprecherschaft mit der Universität Regensburg)

Die Graduate School for East and South East European Studies wird politische, kulturelle und historische Grundlagen des Wandels in Ost- und Südosteuropa untersuchen. Von speziellem Interesse sind dabei die Wechselwirkungen zwischen Ost- und Südosteuropa und anderen Weltregionen. Neben den Kerndisziplinen Geschichte und Slawistik sind eine Reihe weiterer geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlicher Fächer beteiligt. Die Graduate School bündelt die Expertise der beiden Sprecheruniversitäten Regensburg und München sowie zahlreiche andere außeruniversitäre Einrichtungen an beiden Standorten.

Kontakt:
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel
Sprecher der Graduate School for East and South East European Studies
Tel: +49 (0) 89 / 2180 - 5480
Fax: +49 (0) 89 / 2180 - 5656
E-Mail: Martin.SchulzeWessel@lrz.uni-muenchen.de
Web: www.gose.geschichte.lmu.de/personen/lehrstuhlinhaber/schulzewessel

 

Die Exzellenzcluster

Nanosystems Initiative Munich

Die Nanosystems Initiative Munich, kurz NIM, hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2006 als ein international führendes Nanozentrum etabliert. Das Design und die Kontrolle künstlicher und multifunktionaler Nanosysteme sind die Grundpfeiler des wissenschaftlichen Programms des Exzellenzclusters, der unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Nanophysik, der Chemie und den Lebenswissenschaften zusammenbringt. Der Einsatz dieser funktionalen Nanosysteme in komplexen und realistischen Umgebungen wird nun in der zweiten Förderphase durch die Exzellenzinitiative zum zentralen Forschungsaspekt. Künstliche Nanosysteme haben ein breit gefächertes Anwendungspotenzial in Bereichen wie der Informations- und der Biotechnologie, aber auch in lebenden Zellen.

Kontakt:
Prof. Dr. Jochen Feldmann
Sprecher des Exzellenzclusters NIM
Tel: +49 (0) 89 / 2180-3359
Fax: +49 (0) 89 / 2180-3441
E-Mail: feldmann@lmu.de
Web: www.nano-initiative-munich.de

 

Center for Integrated Protein Science Munich

Das Center for Integrated Protein Science Munich, kurz CIPSM, gilt heute als führende Einrichtung der Proteinforschung in Deutschland. Ziel des Exzellenzclusters, der im Jahr 2006 eingerichtet und dessen Weiterförderung nun bekannt gegeben wurde, ist, ein ebenso detailliertes wie umfassendes Bild von Proteinen zu liefern – als isolierte, zelluläre und molekular vernetzte Substanzen. Lag der Schwerpunkt bislang vor allem auf der Erforschung der molekularen Eigenschaften von Eiweißen, wird es nun stärker um deren zelluläre Funktionen sowie um die chemische Funktionalisierung von Proteinen im Hinblick auf therapeutische und diagnostische Anwendungsmöglichkeiten gehen. Hierzu wird ein breites Spektrum aktueller chemischer, biochemischer, genetischer und auch biophysikalischer Methoden eingesetzt, wobei sich der Cluster auch die Weiter- und Neuentwicklung von Methoden zum Ziel gesetzt hat.

Kontakt:
Prof. Dr. Thomas Carell
Sprecher des Exzellenzclusters CIPSM
Tel: +49 (0) 89 / 2180-77750
Fax: +49 (0) 89 / 2180-77756
E-Mail: carell@cipsm.de
Web: www.cipsm.de

 

Munich-Centre for Advanced Photonics

Am Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP) entwickeln Physiker, Chemiker, Biologen und Mediziner zukunftsweisende Licht- und lasergetriebene Teilchenquellen. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 gilt der Exzellenzcluster als eine der führenden Einrichtungen in den Laserwissenschaften. Licht wird mittlerweile perfekt kontrolliert – von seiner zeitlichen Ausbreitung bis zur Steuerung der Frequenzen. Mit ihren neuen Lichtquellen gewinnen die MAP-Forscher detaillierte Einblicke in den Mikrokosmos von belebter und unbelebter Materie; sie entlocken der Quantenwelt ihre Geheimnisse. In Kombination mit innovativen bildgebenden Verfahren werden es die Lichtquellen ermöglichen, die Diagnose heute teilweise noch unheilbarer Krankheiten signifikant zu verbessern und neue Therapieansätze zu realisieren. Dazu besitzen die lasergetriebenen Teilchenquellen das Potenzial, die Heilungschancen vieler Krebsvarianten entscheidend zu erhöhen.

Kontakt:
Prof. Dr. Ferenc Krausz
Sprecher des Exzellenzclusters MAP
Tel: +49 (0) 89 / 32905 602
Fax: +49 (0) 89 / 32905 649
E-Mail: krausz@lmu.de
Web: www.munich-photonics.de

 

Munich Cluster for Systems Neurology

Neurodegenerative, entzündliche und vaskuläre Erkrankungen werden meist weitgehend getrennt voneinander erforscht. Der Munich Cluster for Systems Neurology, kurz SyNergy, wählt dagegen einen integrativen Ansatz, um das Zusammenspiel verschiedener Pathomechanismen bei der Entstehung neurologischer Erkrankungen zu entschlüsseln. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher untersuchen, wie Entzündungsreaktionen neurodegenerative Prozesse beeinflussen, welche Wechselwirkungen mikrovaskuläre und degenerative Mechanismen der Schädigung entfalten und schließlich, wie Immunzellen mit der Blut-Hirn-Schranke interagieren. Der SyNergy-Cluster, der im Rahmen der Exzellenzinitiative nun neu eingerichtet werden kann, schafft dafür ein Netzwerk von Grundlagenforschern, klinischen Wissenschaftlern und Experten der Systemanalyse.

Kontakt:
Prof. Dr. Christian Haass
Sprecher des Exzellenzclusters SyNergy
Tel: +49 (0) 89 / 2180 75 – 471
Fax: +49 (0) 89 / 2180 75 – 415
E-Mail: chaass@med.uni-muenchen.de
Web: www.biochemie.abi.med.uni-muenchen.de/haass

 

Zudem ist die LMU am Exzellenzcluster „Origine and Structure of the Universe“ der TU München beteiligt.

 

Das Zukunftskonzept LMUexcellent

Zentrales Ziel des Zukunftskonzepts LMUexcellent wird auch in der zweiten Förderphase sein, die Attraktivität der LMU zu erhöhen und die Qualität der Forschung zu stärken. Damit wird die LMU in den kommenden Jahren exzellente Forschung gezielt fördern, die Schwerpunktbildung weiter vorantreiben und dadurch das wissenschaftliche Profil der LMU nachhaltig schärfen. Darüber hinaus soll die Nachwuchsförderung durch grundlegende Reformen nachhaltig verbessert, die Instrumente zur Rekrutierung hervorragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgebaut und die Governance-Strukturen der LMU weiter professionalisiert werden. Außerdem entwickelt LMUexcellent ein innovatives Konzept zur forschungsorientierten Lehre. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf spezifischen Maßnahmen zur Förderung von Gleichstellung und Diversity.

 

Weitere Informationen zur Exzellenzinitiative:

Förderentscheidung in der Exzellenzinitiative 2012 (Deutschlandkarte)

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