Ludwig-Maximilians-Universität München
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Auszeichnung

Lichtenberg-Professur für Biologen Joachim Haug

München, 07.05.2018

Joachim Haug von der Fakultät für Biologie wird für sein Forschungsvorhaben zur ökologischen Bedeutung von Gliederfüßerlarven von der VolkswagenStiftung gefördert.

Joachim Haug hält eine zwischen Deckgläschen präparierte Krebslarve hoch. (Joachim Haug, LMU)

Der LMU-Biologe Joachim Haug wird von der VolkswagenStiftung im Rahmen einer Lichtenberg-Professur gefördert. Die Stiftung unterstützt damit herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, ein eigenständiges und neues Forschungsgebiet an ihrer Universität zu verankern. Die Auszeichnung ist mit einer Unterstützung in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren verbunden.

Joachim Haug erforscht heute lebende sowie fossil überlieferte Organismen, insbesondere Gliederfüßer, und rekonstruiert die evolutionäre Entwicklung dieser Gruppe. Zu den Gliederfüßern (Arthropoden) zählen beispielsweise Insekten, Krabben und Spinnen. Die VolkswagenStiftung hat der Biologe mit seinem Projekt „Morpho-Eco-Space – Revealing the true ecological importance of arthopod larvae“ überzeugt. Sein Ziel ist es, mit einem neuen Ansatz die Forschung zur Biodiversität zu ergänzen. „Larven sind die vorherrschende Form tierischen Lebens, wenn man ihren Anteil an der Biomasse berücksichtigt. Ihre Vielfalt, insbesondere auch während verschiedener individueller Entwicklungsstadien, ist sehr aufschlussreich für die Erforschung ökologischer Diversität.“ Doch bislang mangelt es an Wissen über die morphologische Vielfalt von Larven. Joachim Haug möchte seine Lichtenberg-Professur dazu nutzen, sie zu erforschen und damit ein besseres Verständnis für die ökologische Bedeutung dieser Tiergruppe zu ermöglichen. „Ich vermute, dass sich die wahre Vielfalt der Arthropoden an ihren Larven zeigt“, sagt Haug.

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