Ludwig-Maximilians-Universität München
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Quantenphysik

Quantenmaterie ohne Gedächtnisverlust

München, 07.07.2016

Wissenschaftler der LMU und des MPQ beobachten Anzeichen für eine Vielteilchen-Lokalisation in einem geschlossenen Quantensystem.

Die Abbildung zeigt eine künstlerische Darstellung des Experiments. Sie illustriert das Fortbestehen der Dichtestufe einer atomaren Dichteverteilung in einem optischen Gitter. (MPQ)

Wenn gewöhnliche Vielteilchensysteme ins Gleichgewicht kommen, verlieren sie sämtliche Informationen über ihren ursprünglichen Zustand. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn Milch in den Kaffee gegossen wird. Milch und Kaffee mischen sich so perfekt, dass sich nicht mehr sagen lässt, wie genau diese beiden Flüssigkeiten zusammen gekommen sind. Das gleiche Verhalten legen auch fast alle Quantensysteme an den Tag. Allerdings wurde vor kurzem ein neues Phänomen vorhergesagt, die sogenannte „Vielteilchen-Lokalisation“. Sie erlaubt es gut isolierten Quantensystemen, ihren anfänglichen Zustand auf ewig im Gedächtnis zu behalten. Nun hat ein Wissenschaftlerteam um Immanuel Bloch, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentalphysik - Quantenoptik an der LMU, sowie Leiter der Abteilung Quanten-Vielteilchensysteme und Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ), und Dr. Christian Groß vom MPQ in Zusammenarbeit mit David Huse (Princeton University) starke Hinweise für das Auftreten dieses Phänomens in einem zweidimensionalen Quantensystem aus kalten Rubidiumatomen erhalten. (Science, 24. Juni 2016)
(MPQ/LMU)

Zur Meldung beim Max-Planck-Institut für Quantenoptik