Ludwig-Maximilians-Universität München
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Internationales Symposium

Die Flora Afghanistans

München, 22.07.2015

Internationale Experten treffen sich am Botanischen Institut der LMU zu einem Symposium über die Pflanzen Afghanistans und benachbarter Länder.

In Afghanistan gesammeltes Typusexemplar der Art Astragalus andersianus. Bild: Botanische Staatssammlung München

Das Herbarium der LMU gehört zu den bedeutendsten Sammlungen afghanischer Pflanzen weltweit. Die Digitalisierung dieses botanischen Schatzes in München, aber auch der Sammlungen anderer europäischer Herbarien, sowie die Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit stehen im Zentrum des internationalen Symposiums „The flora and vegetation of Afghanistan and adjacent countries“, das am 31. Juli am Botanischen Institut der LMU stattfindet. Das Symposium ist eine gemeinsame Veranstaltung vom Botanischen Institut der LMU, der Botanischen Staatssammlung München und dem Botanischen Garten München und wird von Professor Susanne Renner eröffnet, der Leiterin der drei Einrichtungen.

Afghanische und deutsche Botaniker haben von 1949 bis zum Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan 1979 eng zusammengearbeitet. In dieser Zeit entstanden wertvolle Sammlungen herbarisierter Pflanzen, die heute mit rund 70 000 Exemplaren den Kern der afghanischen ‚Abteilung’ im Münchner Herbarium bilden. Ergänzt werden sie durch die 40 000 Pflanzen umfassende Sammlung des LMU-Gastforschers Bernhard Dickoré, der seit 1986 die zentralasiatischen Gebirgsfloren von Tibet, Himalaya, Pamir und Karakorum sowie verschiedener Nachbarländer Afghanistans dokumentiert und erforscht. Mit dieser umfangreichen Sammlung ist das Herbarium der LMU eine wichtige Quelle für die Erforschung der Flora und der Pflanzengesellschaften Afghanistans. Die Ergebnisse dieser Forschung spielen nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Entwicklung der Landwirtschaft und für den Naturschutz eine wichtige Rolle.
göd