Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

MICADO-Projekt

Auge ins All

München, 14.10.2015

Es wird das größte Teleskop der Welt sein: das European Extremely Large Telescope. Die Kamera, mit der es seine ersten Bilder macht, geht jetzt in die Konstruktionsphase. Mit dabei: Wissenschaftler der Universitätssternwarte der LMU.

Das European Extremely Large Telescope in der Atacama-Wüste in Chile. Grafik: ESO/L. Calcada

Das Teleskop, das derzeit unter der Regie der Europäischen Südsternwarte (ESO) in der Atacama-Wüste in Chile entsteht, ist ein Gigant: Der Spiegel wird einen Durchmesser von 39 Meter haben. Damit ist es das größte optische beziehungsweise Nah-Infrarot-Teleskop der Welt und wird etwa 15 Mal mehr Licht sammeln als die größten bislang existierenden Geräte. Seine beispiellose räumliche Auflösung wird Strukturen und Details in Nebeln und Galaxien aufzeigen, die weit über das hinausgehen, was derzeit möglich ist.

Ein Herzstück des European Extremely Large Telescope (E-ELT) wird die Kamera sein, die unter der Abkürzung MICADO für „Multi-AO Imaging Camera für Deep Observations“ läuft. Sie ist selbst ein Präzisionsgerät der Superlative; die MICADO-Kamera soll eine neue Ära astronomischer Präzisionsmessungen einläuten. Ihr Leistungsvermögen wird genau auf die einzigartigen Eigenschaften des neuen Teleskops abgestimmt, das im Jahre 2024 in Betrieb gehen soll.

Die Kamera wird von einem Konsortium aus europäischen Instituten in Zusammenarbeit mit der ESO entwickelt und gebaut, den Kooperationsvertrag haben die Projektpartner gerade unterschrieben, federführend ist das Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) in Garching. Beteiligt sind auch Wissenschaftler der Universitätssternwarte um Professor Ralf Bender. Sie sind vor allem zuständig für die Kontrollelektronik und die Softwareansteuerung der Kamera. Der Beitrag der Universitäts-Sternwarte München am MICADO-Projekt wird im Rahmen der Verbundforschung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Weitere Informationen finden Sie in einer Pressemeldung des MPE.