Ludwig-Maximilians-Universität München
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Digitalisierung in Bayern

Die Zukunft ist mobil

München, 14.04.2015

„Marktplätze im Umbruch“: Wissenschaftler der LMU haben in einem Verbundprojekt digitale Strategien für das mobile Internet entworfen.

Grafik: ra2-studio / fotolia.com

Das 21. Jahrhundert ist von einem digitalen Umbruch geprägt. Die Digitalisierung erfasst nicht nur einzelne Medien wie Text, Audio und Video, sondern ganze Prozesse und Branchen. Digitalisierte Betriebsabläufe sind wesentlich schneller, effizienter und kostengünstiger. Es entstehen völlig neue Geschäftsmodelle, neue Player treten am Markt auf: Die Wirtschaft befindet sich mitten in einer digitalen Transformation.

Dafür müssen die Netzinfrastruktur, der Zuschnitt der Plattformen und die Bandbreite stimmen, „denn die Daten müssen zur richtigen Zeit an den richtigen Ort gelangen, um sie mit Hilfe von intelligenten Verfahren in Echtzeit auswerten zu können“, sagt Claudia Linnhoff-Popien, Inhaberin des Lehrstuhls für Mobile und Verteilte Systeme an der LMU. Und natürlich müssen die technologischen Lösungen die Akzeptanz der Nutzer finden. Diese Aspekte wurden in einem Verbundprojekt „Das Mobile Internet der Zukunft“ erforscht, das nun mit seinen Ergebnissen zu „Digitalen Strategien“ an die Öffentlichkeit geht. „Man könnte fast sagen: Die LMU macht Bayern digital. Unsere Vorschläge zu den ,Marktplätzen im Umbruch‘ jedenfalls stoßen in der Wirtschaft auf große Resonanz“, sagt Informatikerin Linnhoff-Popien, die das Projekt leitete.

Untersucht wurden zahlreiche Aspekte, die diesen Umbruch beschreiben: dem Kundenverhalten angepasste Verkaufswege, die Mobilisierung der Customer Journey, Kunden und Mitarbeiter als Markenbotschafter im Netz, die Zukunft des Bezahlens mit Mobilen Technologien im Handel, Content und Commerce. Stichworte waren auch Smart Cities, Mobile Services, Software-Eco-Systeme und Datability.

„Unsere Welt wird immer komplexer. Die Herausforderung besteht nun darin, sie für den Nutzer einfach zu machen. Statt einer Million Apps zurück beispielsweise zu der einen Reise-App, die übergreifend für Flughäfen konzipiert ist“, sagt Linnhoff-Popien. Durch mehrere Module, die dem Reisenden jeweils zu einer aktuellen Situation passend zusammengestellt werden, kann er alles Organisatorische von der Planung bis zur Rückreise Schritt für Schritt mobil erledigen. „Seamless Travel“ nennt sich das Konzept: nahtlos reisen. In einem anderen Projekt stand die Aufrüstung von Mobilfunknetzen im Vordergrund, um diese für die steigenden Anforderungen an Echtzeitverarbeitung und Bandbreite fit zu machen. Auch entwickelten die Wissenschaftler neue Strategien für die sichere Abwicklung von Geschäftsprozessen im mobilen Internet.

Mehr als 70 Experten haben im Rahmen des Verbundprojektes ihre Erfahrungen auch in das Buch „Marktplätze im Umbruch“ einfließen lassen, das „Digitale Strategien für Services im Mobilen Internet“ diskutiert. Claudia Linnhoff-Popien gehört dem Herausgeberteam an, das Buch ist jetzt erschienen.

Weitere Informationen zum Projekt „Das mobile Internet der Zukunft“: