Ludwig-Maximilians-Universität München
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Internationaler Workshop

Gen-Codes wirbelloser Tiere entschlüsseln

München, 20.03.2015

Ab dem 22. März findet an der LMU ein internationaler Workshop zur Genomforschung an wirbellosenTieren statt.

woerheide_workshop_260Vom 22. bis 24. März findet an der LMU der zweite internationale Workshop der Global Invertebrate Genomics Alliance (GIGA) statt. Ziel des Konsortiums GIGA ist die Entschlüsselung der genetischen Codes wirbelloser Tiere. Obwohl mehr als 95 Prozent aller Tierarten zu den Wirbellosen gehören, wurden bisher nur sehr wenige Genome dieser Organismen entschlüsselt. Im Rahmen von GIGA sollen nun die Gensequenzen von bis zu 7000 Arten aufgeklärt werden. Wissenschaftler aus 23 Ländern werden im Rahmen der Veranstaltung ihre aktuelle Forschung vorstellen und Chancen und Herausforderungen des Projekts diskutieren. “Ein Hauptthema werden dabei neue innovative Methoden in der Genomik und der Bioinformatik sein”, sagt Professor Gert Wörheide vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften und dem GeoBio-Center der LMU, der den Workshop ausrichtet.

Wirbellose spielen für die Funktion der meisten Ökosysteme eine wichtige Rolle. Einige sind Krankheitsüberträger, die die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen beeinträchtigen und ökologisch und ökonomisch große Schäden anrichten können. Aber Wirbellose produzieren auch zahlreiche bioaktive Substanzen, die etwa für die biomedizinische Forschung interessant sind. Ein besseres Verständnis ihres Genoms ist daher für die Forschung sehr wichtig.

Im Rahmen von GIGA sollen nun die Genome aus einem breiten Spektrum von Arten und Gattungen – etwa verschiedene Schwämme, Muscheln, Schnecken und Würmer – entschlüsselt werden. Ein Schwerpunkt werden dabei wirbellose Meerestiere sein, da sie eine besonders große Diversität zeigen. Außerdem sollen neue innovative Methoden und Standards für die vergleichende Genomik entwickelt werden. Im Rahmen des Workshops wollen die Wissenschaftler die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen entwickeln.