Ludwig-Maximilians-Universität München
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Forschungspreis

Neuer Anneliese Maier-Preisträger für LMU

München, 28.01.2015

Der Althistoriker Professor Angelos Chaniotis erhält den Anneliese Maier-Forschungspreis 2015 und kommt an die LMU.

Foto: Cliff Moore

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat elf Geistes- und Sozialwissenschaftler aus dem Ausland für den Anneliese Maier-Forschungspreis 2015 ausgewählt. Zu den Preisträgern zählt der Althistoriker Professor Angelos Chaniotis von der Princeton University in den USA. Chaniotis wird mit seinem Preisgeld in Höhe von 250.000 Euro einen Forschungsaufenthalt an der LMU aufnehmen.

Angelos Chaniotis wurde von Jens-Uwe Krause, Inhaber des LMU-Lehrstuhls für Alte Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, für den Preis vorgeschlagen, der ihm nun eine fünfjährige Forschungskooperation mit der LMU ermöglicht.

Angelos Chaniotis gilt international als einer der Vordenker der Alten Geschichte. Der Grieche hat sich insbesondere auf die hellenistische Geschichte und die griechische Epigraphik spezialisiert. Dabei nutzt Chaniotis epigraphische Zeugnisse wie Inschriften als Quellen für eine antike Sozial-, Religions- und Mentalitätsgeschichte. So hat er sich etwa mit der Rolle von Inschriften für die Erinnerungskultur im antiken Griechenland beschäftigt. Daneben hat er sich mit der Bedeutung von Emotionen in der Kultpraxis des römischen Ostens befasst und erstmals eine Kulturgeschichte des Krieges in der hellenistischen Epoche vorgelegt.

Der Althistoriker wurde für seine Forschung bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Phönix-Orden der griechischen Regierung und dem Forschungspreis des Landes Baden-Württemberg. An der LMU soll Angelos Chaniotis neue Impulse für die Alte Geschichte in Deutschland geben und insbesondere an der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses mitwirken.

Weitere Anneliese Maier-Preisträgerinnen an der LMU sind die Sprachwissenschaftlerin Professor Mary E. Beckmann, die Psychologin Professor Ulrike Hahn sowie die Archäologin Professor Himanshu Prabha Ray.