Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wissenschaftskooperation

Neuer Humboldt-Forschungspreisträger

München, 28.05.2014

Der Musikwissenschaftler Richard K. Wolf ist von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit einem Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis ausgezeichnet worden. Wolf ist zu Gast am Institut für Ethnologie, wo er mit Professor Frank Heidemann zusammenarbeitet.

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Professor Richard Wolf gehört zu den weltweit führenden Musikethnologen. Seit mehr als 30 Jahren widmet er sich der Erforschung der musikalischen Traditionen in Südostasien. Sein besonderes Interesse gilt unter anderem den musikalischen und sozialen Aspekten südindischer Musik sowie der Bedeutung von Musik für Rituale und religiöse Zeremonien. In den letzten Jahren dehnte er sein Forschungsgebiet auch auf Zentral- und Westasien aus. Zusätzlich zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Wolf ein international bekannter vīṇā-Virtuose. Die vīṇā ist ein Saiteninstrument der klassischen südindischen Musik. In München wird Wolf gemeinsam mit Heidemann an einer neuen Publikation mit dem Titel „The Bison and the Horn: Indigeneity, Performance, and the State of India“ arbeiten.

Richard K. Wolf studierte Musik an der Universität von Illinois at Urbana-Champaign. Nach seiner Promotion und einem Forschungsaufenthalt in Nordindien und Pakistan wechselte er 1999 an die Universität Harvard, wo er heute eine Professur für Musik und Südasiatische Studien inne hat. Für seine Forschung wurde Wolf mit zahlreichen Grants und Fellowships geehrt. Sein Buch “The Black Cow's Footprint: Time, Space, and Music in the Lives of the Kotas of South India” wurde mit dem “Edward Cameron Dimock, Jr. Prize in the Indian Humanities” ausgezeichnet.

Die Humboldt-Stiftung fördert die Wissenschaftskooperation zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Wissenschaftlern. Mit dem Friedrich-Wilhelm Bessel-Forschungspreis werden viel versprechende Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland ausgezeichnet, die in ihrem Gebiet bereits als herausragende Fachwissenschaftler international anerkannt sind. Die Preisträger werden eingeladen, Forschungsvorhaben in Deutschland durchzuführen und wählen die jeweiligen Gastgeber selbst aus. Daher ist die Anzahl der Humboldt-Forschungspreisträger und Humboldt-Stipendiaten ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und die weltweite Reputation einer Forschungseinrichtung. göd