Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neuer Verbund

Forschen für die digitale Revolution

München, 15.07.2014

Die LMU startet eine Forschungskooperation zum Thema „Automatisierung und Digitalisierung“.

Grafik: peshkova / Fotolia.com

Die LMU gründet zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft den Campus „Automatisierung und Digitalisierung“. Zu dem Forschungsverbund gehören neben der LMU die Technische Universität München, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit sowie die Siemens AG. Im Rahmen der Kooperation sind Doktoranden- und Post-Doc-Programme geplant, in denen bis zu 100 Doktoranden gemeinsam ausgebildet werden sollen.

„Mit dem heute geschlossenen Abkommen will Siemens die deutsche Spitzenforschung auf wettbewerbsentscheidenden Feldern strategisch fördern“, sagt Klaus Helmrich, Technik- und Personalvorstand der Siemens AG. „In der Automatisierung und Digitalisierung liegen enorme Chancen für eine Vielzahl von Branchen, von autonomen Maschinen bis zur intelligenten Auswertung großer Datenmengen. Unser Ziel ist es, diese Chancen zu ergreifen und in Wettbewerbsvorteile für die deutsche Industrie zu verwandeln.“ Siemens plant, innerhalb von drei Jahren einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag zu investieren.

Innerhalb des Verbundes arbeiten die Forscher künftig gemeinsam an Software und Technologien für die Automatisierung und Digitalisierung der Industrie sowie an den Themen „Internet der Dinge“, „Cloud-Lösungen“, „IT Sicherheit“ und „Smart Data“, also der Entwicklung neuer Anwendungen aufgrund einer intelligenten Analyse großer Datenmengen.

„Der Forschungsverbund zur digitalen Revolution macht es möglich, an der Schnittstelle von Industrie und Wissenschaft die Umbrüche und Chancen, die mit Automatisierung und Digitalisierung verbunden sind, zu erforschen und aktiv zu gestalten. Die LMU wird im Rahmen dieser Kooperation mit ihrer Expertise dazu beitragen, Innovationen voranzubringen und Potenziale für wegweisende Zukunftstechnologien zu identifizieren“, sagt LMU-Präsident Professor Bernd Huber.

Der Forschungsverbund soll umfassende Prozess- und Systeminnovationen ermöglichen. Zu den geplanten Forschungsthemen gehören beispielsweise autonome Roboter, die eng mit Menschen interagieren – etwa in künftigen, hochflexiblen Fabriken. Ziel ist es unter anderem, eine einheitliche Sprache für die Kommunikation von Maschinen untereinander zu finden. Zudem sollen Algorithmen zur Smart-Data-Analyse großer Datenmengen erforscht werden, wie sie zum Beispiel für intelligente Energienetze, die Industrieautomatisierung, Smart Cities oder zukünftige Gesundheitssysteme eingesetzt werden können. Auch sich selbst-verwaltende Cloud-Dienste und die IT-Sicherheit stehen im Fokus. Die Forschungsergebnisse sollen in weiteren Schritten bis zur Marktreife gebracht werden.

Zur Pressemitteilung vom 15.7.2014: „Campus „Automatisierung und Digitalisierung“ gegründet“