Ludwig-Maximilians-Universität München
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BADW zeichnet Forscher aus

Schelling-Preis für Viatcheslav Mukhanov

München, 05.12.2014

Professor Viatcheslav Mukhanov, Lehrstuhlinhaber für Kosmologie an der Fakultät für Physik der LMU, erhält den „Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling-Preis“ der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Professor Viatcheslav Mukhanov (Foto: LMU)

Geehrt wird Mukhanov für seine bahnbrechenden Beiträge zur „Entschlüsselung der Geheimnisse des Universums“. Insbesondere wird der Kosmologe für seine Arbeit ausgezeichnet, in der er die heute beobachteten großräumigen Strukturen des Universums auf winzige Quantenfluktuationen im sehr frühen Universum zurückführt. Diese Fluktuationen verstärken sich zuerst und werden letztendlich zu klassischen Quellen für die Strukturbildung im Universum. Professor Mukhanov machte eine präzise Voraussage für die Abhängigkeit der Amplitude dieser Fluktuationen von ihrer Wellenlänge, die wiederum die Fluktuationen der heute beobachtbaren kosmischen Hintergrundstrahlung bestimmt. Der von ihm berechnete spektrale Index wurde kürzlich mit sehr hoher Genauigkeit durch das Planck-Satellitenexperiment der ESA bestätigt. Mukhanovs Arbeiten, so heißt es in einer Mitteilung der Akademie, „gehören zu den größten Errungenschaften der theoretischen Kosmologie der letzten Jahrzehnte“. Darin seien sie „durchaus vergleichbar mit der Voraussage des Higgs-Teilchens in der Elementarteilchenphysik“.

Der „Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling-Preis“ der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wurde zum ersten Mal im Jahr 2006 verliehen. Er ist mit 25.000 Euro einer der höchstdotierten Preise, der von einer wissenschaftlichen Einrichtung in Bayern verliehen wird.