Ludwig-Maximilians-Universität München
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Hohe Auszeichnung

Max-Planck-Medaille für LMU-Physiker Mukhanov

München, 28.11.2014

Viatcheslav Mukhanov berechnet, was unmittelbar nach dem Urknall geschah. Jetzt bekommt der LMU-Physiker für seine Arbeiten die Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

Professor Viatcheslav Mukhanov (Foto: LMU)

Was passierte bei der Geburt des Weltalls? Warum hat es sich in der Phase der sogenannten Inflation unmittelbar nach dem Urknall so schlagartig ausgebreitet? Und wie konnten sich Sterne, Planeten und ganze Galaxien überhaupt bilden? Das sind die Fragen, die Viatcheslav Mukhanov mit seinen Berechnungen zu beantworten versucht. Jetzt hat die Deutsche Physikalische Gesellschaft den Physik-Ordinarius an der LMU und Experten für Theoretische Quantenkosmologie mit der Max-Planck-Medaille geehrt, ihrer wichtigsten Auszeichnung für Theoretische Physik. Damit würdige das Preiskomitee Mukhanovs „grundlegende Beiträge zur Kosmologie und insbesondere zur Strukturbildung aufgrund von Quantenfluktuationen im frühen Universum“, heißt es in einer Erklärung der DPG.

Aus minimalen submikroskopischen Fluktuationen in der Startphase des Universums, besagt Viatcheslav Mukhanov Idee der Quantenfluktuation, entstehen makroskopische Dichteschwankungen, mit denen sich die spätere Verteilung der Materie und letztlich die Bildung von Sternen, Planeten und Galaxien erklären lassen. Die genaue Ausprägung und die Größenordnung dieses Mechanismus berechnet der LMU-Physiker. Und dass schließlich auch die Quanten im frühen Universum gewissen Fluktuationen haben unterliegen müssen, ergibt sich für Mukhanov aus der Heisenbergschen Unschärferelation. Sie besagt, dass sich Ort und Impuls eines Teilchens nicht exakt angeben lassen.