Ludwig-Maximilians-Universität München
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Nanoforschung

DNA als Lichtschalter

München, 11.07.2014

Eine Nanostruktur aus zwei Goldstäbchen verändert bei Zugabe definierter DNA-Moleküle reversibel ihre optischen Eigenschaften.

Unter einem Transmissionselektronenmikroskop sind die Goldstäbchen als dunkle Balken zu erkennen, die DNA erscheint als grob gekörnte Struktur dazwischen. (Foto: Nature Materials 2014 / MPI für Intelligente Systeme)

Die Elektronik hat Konkurrenz bekommen. Information wird immer häufiger mit Licht statt Elektronen übertragen und verarbeitet. Und wie die elektronischen Bauelemente sollen ihre photonischen Pendants auf Nanoformat schrumpfen. Nun hat ein deutsch-amerikanisches Forscherteam einen neuartigen Schalter für die Nanooptik entwickelt. Eine zentrale Rolle spielen dabei zwei Gold-Nanostäbchen. Ändert sich der Winkel zwischen ihnen, ändern sich auch bestimmte optische Eigenschaften des Nano-Lichtschalters. Den Winkel wiederum regulieren die Forscher mit Molekülen, die in der belebten Natur Träger der Erbinformation sind: mit DNA (Nature Materials, 6. Juli 2014).

Neben Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart und der Ohio University in Athens, USA, sind auch Forscher um Tim Liedl, Professor für Experimentelle Physik an der LMU, maßgeblich an den Arbeiten beteiligt. KH/MPG