Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Internationale Konferenz

Folgen frühkindlicher Ernährung

München, 11.03.2014

Auf einer internationalen Konferenz an der LMU beleuchten Wissenschaftler die Bedeutung frühkindlicher Ernährung für späteres Übergewicht und lebenslange Gesundheit.

Foto: evgenyatamanenko / Fotolia.com
Foto: evgenyatamanenko / Fotolia.com

Welche Nahrung Babys und Kleinkinder bekommen, hat Auswirkungen auf ihr ganzes Leben. Auf der Konferenz „The Power of Programming 2014. International Conference on Developmental Origins of Adiposity and Long-Term Health“, die vom 13. bis 15. März 2014 an der LMU stattfindet, tauschen sich Forscher zu den langfristigen Einfüssen der frühkindlichen Ernährung auf Übergewicht und damit zusammenhängende Krankheiten aus.

„Die Fundamente der gesundheitlichen Karriere werden schon im Mutterleib gelegt“, sagt Professor Berthold Koletzko, Leiter der Abteilung für Stoffwechsel und Ernährung am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU, der die wissenschaftliche Leitung der Konferenz inne hat. Die Ernährung in Schwangerschaft und früher Kindheit wirkt sich auf das kindliche Wachstum aus und beeinflusst lebenslang den Stoffwechsel. „Frühe Ernährungs- und Stoffwechselbedingungen können die lebenslange Gesundheit programmieren“, sagt Koletzko.

Bayerns Gesundheits-und Pflegeministerin Melanie Huml betonte zur Eröffnung der Konferenz: „In Deutschland ist mittlerweile jeder zweite Erwachsene übergewichtig. Und immer öfter beginnen Gewichtsprobleme schon im Kindes- und Jugendalter. Das hat für die Betroffenen meist gravierende körperliche und seelische Folgen. Kinder sind unsere Zukunft, daher müssen wir alles dafür tun, ihnen einen guten und gesunden Start ins Leben zu ermöglichen.“

Auf der Konferenz kommen mehr als 500 Experten aus den Fachbereichen der Grundlagenforschung sowie der klinischen und epidemiologischen Forschung aus 54 Ländern zusammen, um ihre Forschungsergebnisse zu diskutieren. Die Konferenz gliedert sich in die vier Themenschwerpunkte Prävention und Intervention, Epidemiologie, „Mechanismen“, darunter fallen zum Beispiel metabolomische Analysen von Stoffwechselmustern, sowie Auswirkungen auf Wirtschaft und öffentliche Gesundheitsvorsorge.

Die Konferenz wird im Rahmen des von der EU finanzierten Forschungsprojektes „EarlyNutrition“, das von Berthold Koletzko koordiniert wird und der gemeinnützige Organisation Early Nutrition Academy (ENA) veranstaltet, die über Ergebnisse der Ernährungsforschung informiert, und von Berthold Koletzko geleitet wird.