Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wissenschaftskooperation

Humboldtpreisträger an der LMU

München, 28.04.2014

Der US-amerikanische Forscher Professor Seth Stein (Northwestern University, USA) ist von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit einem Humboldt-Forschungspreis geehrt worden. Stein nutzt die Auszeichnung für Forschungsaufenthalte an der Universität Göttingen und an der LMU und wird bis August 2014 bei Professor Anke Friedrich vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften zu Gast sein. Außerdem wurde der Geophysiker als Visiting Fellow an das Rachel Carson Center für Umwelt und Gesellschaft eingeladen.

Professor Seth SteinStein ist einer der weltweit renommiertesten Forscher im Bereich Seismologie und Geodynamik. Sein Forschungsschwerpunkt sind Plattentektonik und Erdbeben im Inneren von Kontinenten. Aktuell befasst er sich insbesondere mit der Bewertung von Naturgefahren und deren Auswirkung auf politische und wirtschaftliche Entscheidungen. Ebenfalls an der LMU zu Gast ist seine Frau Professor Carol Stein (University of Illinois at Chicago, USA). Die Geophysikerin forscht zur Plattentektonik, vor allem untersucht sie Tiefenlagen der Ozeanböden und die Zirkulation heißen Wassers durch die ozeanischen Platten und Rücken.

Seth Stein promovierte 1978 am California Institute of Technology (USA) und ist seit 1979 als Professor an der Northwestern University in Illinois (USA) tätig. Für seine Forschung wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter der George Woollard-Award der Geological Society of America, die Stephan Mueller-Medaille der European Geosciences Union und die Price Medaille der Royal Astronomical Society. Stein ist auswärtiges Mitglied der Academia Europaea und arbeitet in vielen internationalen Kommissionen zu Seismologie, Geodynamik und Wissenschaftspolitik mit.

Die Humboldt-Stiftung fördert die Wissenschaftskooperation zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Wissenschaftlern. Die mit Forschungspreisen oder Humboldt-Stipendien ausgezeichneten ausländischen Forscherinnen und Forscher wählen die jeweiligen Gastgeber in Deutschland selbst aus. Daher ist die Anzahl der Humboldt-Forschungspreisträger und Humboldt-Stipendiaten ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und die weltweite Reputation einer Forschungseinrichtung.
göd