Ludwig-Maximilians-Universität München
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Kunstgeschichte

Zukunft im Web für barocke Deckenmalerei

München, 04.11.2014

An der LMU startet ein millionenschweres Projekt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur Digitalisierung der barocken Deckenmalerei.

Foto: Ute Engel

Unter der Leitung von Stephan Hoppe, Professor für Kunstgeschichte an der LMU, startet ein Projekt zur digitalen Erfassung der barocken Deckenmalerei in Deutschland. Das Vorhaben der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BADW) ist auf 25 Jahre angelegt und hat ein Gesamtvolumen von 16 Millionen Euro. Ziel ist es, die barocke Deckenmalerei in Deutschland zu dokumentieren, kunsthistorisch zu analysieren und über das Internet zugänglich zu machen.

Die Deckenmalerei ist ein entscheidendes Element der frühneuzeitlichen Kunst in Europa. Zu den bekanntesten Leistungen der Maler des Barock gehören weltbekannte Raumschöpfungen wie die Treppenhäuser der Würzburger Residenz und des Schlosses Pommersfelden, die Kuppeln der Wieskirche und Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, aber auch barocke Bibliotheksdekoration oder Deckengestaltungen in zahlreichen Rathäusern und Adelspalais. Mit dem Projekt wird der Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland erstmals flächendeckend digital dokumentiert und für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ein besonderes Merkmal des Forschungsprojektes ist sein interdisziplinärer Ansatz. „Auf diese Weise wird die kunsthistorische Barockforschung, die ja auf der objektbezogenen Arbeit mit Bildern und Bauten, Texten, Plänen oder Archivalien beruht, mit der neuen Methodologie der digitalen Geisteswissenschaften verknüpft“, sagt Stephan Hoppe.

Das Projekt wird von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften betreut und ist am Institut für Kunstgeschichte der LMU und am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte der Philipps-Universität Marburg angesiedelt. An beiden Institutionen wird als integraler Bestandteil des Projektkonzeptes wissenschaftlicher Nachwuchs an das Forschungsgebiet herangeführt und bei eigenen Arbeiten gefördert.