Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wissenschafts-Kooperation

Neuer Humboldtpreisträger an der LMU

München, 06.11.2014

Der Philosoph Professor Michael Esfeld (Universität Lausanne, Schweiz) hat einen Humboldt-Forschungspreis erhalten. Mit dem Preis ist ein Forschungsaufenthalt an einer deutschen Forschungseinrichtung verbunden. Esfelds Gastgeber ist Professor Stephan Hartmann, Inhaber des Lehrstuhls für Wissenschaftstheorie am Munich Center for Mathematical Philosophy (MCMP).

Professor Dr. Michael Esfeld

Michael Esfeld ist ein weltweit anerkannter Wissenschaftsphilosoph, der zahlreiche bedeutende Beiträge zur Metaphysik der Wissenschaft und der Physik geleistet hat. Beide Gebiete gehören derzeit zu den aktivsten Forschungsgebieten der Wissenschaftstheorie. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Entwicklung einer Methodenlehre für metaphysische Fragestellungen. Dabei soll die Naturphilosophie als Forschungsmethode wiederentdeckt werden, die Physik und Metaphysik verbindet, ohne eines der beiden Gebiete in den Vordergrund zu stellen. Während seines Aufenthaltes an der LMU wird Esfeld einige Fallstudien aus der Physik untersuchen, die illustrieren, wie zentrale Thesen der Metaphysik die Interpretation physikalischer Theorien beeinflussen und wie diese Interpretationen wiederum auf die weitere Ausarbeitung dieser metaphysischen Positionen rückwirken.

Michael Esfeld studierte Philosophie und Geschichte an den Universitäten Freiburg, Lausanne und Münster. Nach seiner Promotion 1994 forschte Esfeld als Postdoktorand an der ETH Zürich. 1997 wechselte er an die Universität Konstanz, wo er sich 2000 habilitierte. Für seine Arbeiten wurde Esfeld im Jahr 2000 von der DFG mit einer Heisenberg-Professur ausgezeichnet. Von 2001 bis 2002 hatte Esfeld eine außerordentliche Professur für Epistemologie, Wissenschaftsphilosophie und Logik an der Universität Köln inne. Seit 2002 ist Esfeld Professor für Epistemologie und Wissenschaftsphilosophie an der Universität Lausanne (Schweiz).
göd