Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neurowissenschaften

Zelluläre Metamorphose im Gehirn

München, 21.11.2014

Ein Forscherteam hat gezeigt, dass Gliazellen im Gehirn zur Bildung funktionsfähiger Nervenzellen angeregt werden können.

Grafik: koya979 / fotolia.com

Gliazellen des Gehirns können in verletzten Hirnarealen zur Bildung von funktionsfähigen Nervenzellen angeregt werden. Vermittelt wird diese Reaktion von den Proteinen Sox2 und Ascl1. Dies berichten Wissenschaftler der LMU, der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des Helmholtz Zentrums München im Fachjournal ‚Stem Cell Reports‘.

Degenerative Erkrankungen des Gehirns, wie Morbus Alzheimer, oder ein Gewebeschaden des Gehirns, etwa durch eine Durchblutungsstörung beim Schlaganfall, führen zum Untergang von Nervenzellen (Neuronen). Der sogenannte zerebrale Kortex, die für komplexe Denkvorgänge zuständige Hirnregion, ist nicht in der Lage, diese Zellen zu ersetzen.

Das Wissenschaftlerteam um Professor Dr. Benedikt Berninger von der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Professor Dr. Magdalena Götz vom Helmholtz Zentrum München und der LMU hat nun herausgefunden, dass sich bestimmte Gliazellen (NG2 Glia) – eigentlich Stützzellen des Hirngewebes – unter bestimmten Bedingungen im zerebralen Kortex in Neuronen verwandeln. Damit bilden NG2 Glia eine vielversprechende Grundlage für neue Therapieansätze.