Ludwig-Maximilians-Universität München
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Shakespeare-Tagung

Ein Dialog über die Jahrhunderte

München, 18.04.2013

William ShakespeareMit Shakespeare die Finanzkrise verstehen: Eine Tagung der LMU zeigt, wie aktuell die Sicht des Dramatikers auf Geld und Macht ist.

„Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, ist eines der vielen berühmten Zitate von William Shakespeare. Es stammt aus dem Theaterstück „Der Kaufmann von Venedig“, das der englische Dramatiker vor mehr als 400 Jahren verfasst hat. In seinen Werken spielen Geld und Kredit, Besitz und Schuld eine wichtige Rolle. „Shakespeare zeigt uns eine Welt aus Soll und Haben, in der sich die Menschen aufgrund finanzieller Transaktionen behaupten müssen. Shakespeare hat schon damals erkannt, was auch für unsere heutige Zeit von Belang ist“, sagt Tobias Döring, Professor für englische Literaturwissenschaft an der LMU und Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.

Die Shakespeare-Tage München, die die LMU zusammen mit der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft organisiert, greifen diesen aktuellen Bezug auf und widmen sich erstmals dem Thema Geld und Macht. „Wir eröffnen einen Dialog über die Jahrhunderte: Das Wissen, wie Shakespeare seine Zeit und die Bedeutung des Geldes gesehen hat, kann helfen, unsere heutige Zeit mit ihren Krisen besser zu verstehen“, sagt Tobias Döring. Schon Karl Marx war davon beeindruckt, wie treffend Shakespeare das „Wesen des Geldes“ charakterisierte.

Shakespare stammte aus einer Handwerker- und Kaufmannsfamilie. Mit seiner Theatergruppe, die privatwirtschaftlich organisiert war, war er sehr erfolgreich. „Er ist sozial aufgestiegen und zu erheblichem Ansehen und Wohlstand gekommen. Shakespeare hatte ein sehr professionelles Verhältnis zum Geld“, sagt Tobias Döring.

Auf der internationalen Tagung referieren unter anderem Christina von Braun von der Humboldt-Universität zu Berlin, Autorin des Buchs „Der Preis des Geldes: Eine Kulturgeschichte“, und John Howard von der Columbia University in New York. Zum Auftakt- und Rahmenprogramm gehört ein Abend im Literaturhaus mit dem Dramatiker Albert Ostermaier. Außerdem werden an den Münchner Kammerspielen, am Residenztheater und in der Pasinger Fabrik Stücke von Shakespeare aufgeführt. „Spielt die Finanzwelt Theater?“ ist das Thema einer Podiumsdiskussion.

Die Tagung wird zusammen mit dem Kulturreferat München und dem Literaturhaus veranstaltet. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude.

 

Termin:

Shakespeare-Tage München 2013 – Geld und Macht: Shakespeares Bilanzen

26.4.2013 bis 28.4.2013

Die Tagung findet an verschiedenen Orten statt. Hauptveranstaltungsort ist das Literaturhaus München am Salvatorplatz 1

Alle Veranstaltungen sind öffentlich.

Karten können an der Tageskasse für 10 Euro (pro Veranstaltung/Vortrag) erworben werden (Für Studierende der LMU ist die Teilnahme kostenlos.)

Informationen zum Programm

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