Ludwig-Maximilians-Universität München
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Felix-Wankel-Preis 2013

Zwei Forscher von der LMU ausgezeichnet

München, 11.04.2013

München, 11. April 2013 – Der Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis 2013 wird heute von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zu gleichen Teilen an Professor Marcel Leist von der Universität Konstanz und Dr. Stephan Reichel von der Technischen Universität (TU) Braunschweig vergeben. Die beiden Wissenschaftler erhalten jeweils ein Preisgeld von 15.000 Euro.

Professor Leist ist Inhaber des Doerenkamp-Zbinden Stiftungslehrstuhl für In vitro Toxikologie und Biomedizin an der Universität Konstanz. Er erhält den Felix-Wankel-Preis für seine Arbeit zu „In-vitro-Testsysteme für den Einsatz bei der Sicherheitstestung von Chemikalien bezüglich Reproduktionstoxizität“. Leists Labors arbeitet unter anderem an neuen zellulären Testsystemen zur Erkennung von Chemikalien, die die Organentwicklung in Ungeborenen und Kleinkindern hemmen. Von besonderem Interesse sind dabei Substanzen, die die Entwicklung des Nervensystems beeinträchtigen. Das Ziel der Arbeitsgruppe in Konstanz ist es, zusammen mit internationalen Arbeitspartnern, Tierversuche in diesem Bereich komplett zu ersetzen.

Dr. Stephan Reichel ist Arbeitsgruppenleiter und Habilitand am Institut für Pharmazeutische Technologie der TU Braunschweig. Er erhält die Auszeichnung für seine Arbeit „Artifizielles Gewebe als In-vitro-Arzneistoffabsorptionsmodelle und Beiträge zur Rekonstruktion der Augenoberfläche“. Das Hauptforschungsgebiet von Reichels Arbeitsgruppe umfasst die Entwicklung, Charakterisierung und Validierung von Zellkulturmodellen epithelialer Barrieren, insbesondere die organotypische, dreidimensionale Rekonstruktion humaner Cornea und nasaler Mucosa. Diese Zellkulturmodelle werden als Ersatz für exzidiertes Gewebe von Versuchstieren im überwiegenden Maße für In-vitro-Untersuchungen zum transepithelialen Transport von Arzneistoffen sowie deren Metabolisierung während der Resorption verwendet.

Der Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis wurde 1972 von dem renommierten Erfinder Felix Wankel gestiftet. Er wird durch die LMU in der Regel alle zwei Jahre für hervorragende, experimentelle und innovative wissenschaftliche Arbeiten verliehen, deren Ziel bzw. Ergebnis es ist, Tierversuche zu ersetzen oder einzuschränken, den Tierschutz generell zu fördern, die Gesundheit und tiergerechte Unterbringung von Versuchs-, Heim- und Nutztieren zu gewährleisten oder die Grundlagenforschung zur Verbesserung des Tierschutzes zu unterstützen. Der Preis ist mit maximal 30.000 Euro dotiert.

 

 

 

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