Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neues Forschungsprojekt

Geschichte des bayerischen Nationaltheaters

München, 29.10.2013

Im November 2013 jährt sich die feierliche Wiedereröffnung des im Krieg zerstörten bayerischen Nationaltheaters zum 50. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums untersuchen Theaterwissenschaftler der LMU in einem von der Bayerischen Staatsoper initiierten neuen Forschungsprojekt die Geschichte des Nationaltheaters im Zeitraum zwischen 1933 und der Wiedereröffnung des nach alten Plänen wieder aufgebauten Hauses 1963.

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Bildquelle: Archiv der Freunde des Nationaltheaters e.V.

Besondere Schwerpunkte des auf zwei Jahre angelegten Projekts sind die personellen Ver- oder Entflechtungen in der historischen Entwicklung vom Dritten Reich in die Bundesrepublik Deutschland sowie die künstlerischen Entwicklungen während dieser Zeit.

„Uns interessieren besonders die Brüche und Kontinuitäten, die das Nationaltheater in den drei Dekaden unseres Untersuchungszeitraums charakterisierten“, sagt Dr. Rasmus Cromme, der das von den LMU-Theaterwissenschaftlern Professor Christopher Balme und Professor Jürgen Schläder betreute Projekt gemeinsam mit dem Doktoranden Dominik Frank durchführt. Im Einzelnen wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob und inwiefern sich die wechselnden politischen Verhältnisse in institutionengeschichtlichen, personellen und ästhetisch-interpretatorischen Entscheidungen widerspiegeln.

Zeitzeugen gesucht
Was sagen die Premieren der Jahre 1933 bis 1963 über die politischen Zeitläufe aus? Welche Akteure prägten die Bayerische Staatsoper, oft über Jahrzehnte und wechselnde politische Regime hinweg? Wie inszenierte man vor, während und nach dem Krieg? Dies sind nur einige der Fragen, denen sich die Wissenschaftler in ihrem umfassenden Projekt stellen. „Als Quellen nutzen wir zahlreiche Archive, aber auch Zeitzeugen, die als Mitarbeiter oder Zuschauer über die Staatsoper in den Jahren 1933-1963 berichten können, werden herzlich gebeten, sich zu melden“, sagt Frank.

Die Zwischenergebnisse des Projekts werden in regelmäßigen Abständen an der Bayerischen Staatsoper präsentiert und publiziert. Die Auftaktveranstaltung hierzu stellt eine „Lange Nacht der Geschichte“ am 25. November 2013 dar, in deren Rahmen Geschichten um Zerstörung und Wiederaufbau des Hauses präsentiert werden. göd

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