Ludwig-Maximilians-Universität München
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Internationale Hochschulpolitik

Was moderne Forschungsuniversitäten charakterisiert

München, 10.10.2013

Erstmals haben sich vier der weltweit führenden Netzwerke forschungsintensiver Universitäten zusammengetan und ein gemeinsames Verständnis von modernen Forschungsuniversitäten und ihrer Bedeutung in der Gesellschaft formuliert. Dazu haben die League of European Research Universities (LERU), zu deren Gründungsmitgliedern auch die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zählt, sowie die Association of American Universities (AAU), das Consortium of China Research Universities (C9) und die Group of Eight Australia (Go8) am heutigen Donnerstag in Hefei (China) eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Die beteiligten vier Konsortien, die in ihren Weltregionen jeweils führende Forschungsuniversitäten repräsentieren, wollen diese Kriterien künftig gemeinsam konsolidieren und vor allem auf politischer Ebene dafür werben, dass die für deren Erfüllung notwendigen politischen Rahmenbedingungen gewährleistet werden.

Unter dem Titel „The ten characteristics of contemporary research universities“ fasst die Erklärung die zehn wichtigsten Schlüsselmerkmale und Werte zusammen, die erfüllt sein müssen, damit Forschungsuniversitäten weltweit ihren Bildungs- und Forschungsauftrag erfüllen können und die wissenschaftliche Zusammenarbeit über Kultur- und Ländergrenzen hinweg überhaupt erst möglich wird. Dazu gehören das Streben nach Exzellenz in Forschung und Lehre, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, aber auch die Forderung nach Gewährleistung der institutionellen Unabhängigkeit von Universitäten.

„Wir wollen den Austausch von Studierenden und auf wissenschaftlicher Ebene künftig weiter ausbauen,“ sagt LMU-Präsident Professor Bernd Huber, der seit 2008 Chairman des LERU-Netzwerks ist. „Wir werden uns gemeinsam für globale forschungspolitische Themen einsetzen. Unter anderem wollen wir einen strukturierten Dialog mit dem kürzlich ins Leben gerufenen Global Research Council anstoßen – vielleicht auch durch die Gründung eines Global Council of Research Universities.“

Um die Wirkung der verabschiedeten Erklärung zu verstärken, wollen die beteiligten vier Konsortien bei vergleichbaren Vereinigungen forschungsstarker Universitäten dafür werben, das Papier ebenfalls zu unterzeichnen.

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