Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wahlen in München

LMU-Projekt zu Wählerwanderungen

München, 19.09.2013

Die Landtagswahl in Bayern war für die CSU ein voller Erfolg: 92, 4 Prozent ihrer Wähler von 2008 gaben der Partei auch bei dieser Wahl ihre Stimme. Der FDP, ihrem Koalitionspartner der vergangenen Legislaturperiode, blieben hingegen nur 36,4 der Wähler treu – sie mussten eine Abwanderung von mehr als 60 Prozent ihrer Wähler von 2008 hinnehmen. Diese Zahlen sind unter anderem das Ergebnis einer Wählerwanderungsanalyse, für die ein von Professor Helmut Küchenhoff vom Statistischen Beratungslabor der LMU und von Professor Paul W. Thurner, Lehrstuhl für Empirische Politikforschung, evaluiertes Verfahren eingesetzt wurde. Zusammen mit dem Statistischen Amt der Stadt München wurden mit dieser Technik die amtlichen Ergebnisse der einzelnen Stimmbezirke ausgewertet.

Zusätzlich befragen Studierende der Sozialwissenschaften und der Statistik im Rahmen eines LMU-Projektes ergänzend Wählerinnen und Wähler zufällig ausgewählter Stimmbezirke nach ihrem Wahlverhalten in 2008 und 2013, um künftig noch präzisere Zahlen zum Ausmaß von Wählerwanderungen zu ermitteln. Amtliche Daten der Stimmbezirke und Interviews werden dabei systematisch kombiniert. Hierfür wird ein Untersuchungsdesign eingesetzt, das Helmut Küchenhoff und Paul W. Thurner in einer interdisziplinären Kooperation entwickelt haben. Die Studierenden wurden für die Befragungen im Rahmen eines Lehr- und Forschungsprojekts geschult, das unter anderem von Lehre@LMU, Infratest Dimap und dem Statistischen Amt der Stadt München Unterstützung erhielt. Das Projekt soll auch im Kontext der bevorstehende Bundestagswahl durchgeführt werden. Hier lassen sich dann zusätzlich auch Wählerwanderungsbewegungen zwischen Landtags-und Bundestagswahl ermitteln.

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