Ludwig-Maximilians-Universität München
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Weltkongress an der LMU

Das Alte Testament in der europäischen Kultur

München, 01.08.2013

Vom 4. bis 9. August findet an der Ludwig-Maximilians-Universität München der 21. Weltkongress der Alttestamentlichen Wissenschaft statt. Der alle drei Jahre tagende Kongress der International Organization for the Study of the Old Testament (IOSOT) ist der bisher größte seiner Art.

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Nach 36 Jahren kommt der Kongress erstmals wieder nach Deutschland. Erwartet werden mehr als 600 Teilnehmer. In den Hauptvorträgen berichten die weltweit führenden Vertreter des Fachs über den Stand ihrer Forschung. Auf dem weiteren Programm stehen Kurzvorträge, Panels und Workshops, etwa über die laufenden Editionen des hebräischen Bibeltextes und zur Debatte um die bildlose Gottesverehrung. Am Donnerstag spricht Amihai Mazar, der Doyen der israelischen Archäologie, in einem öffentlichen Abendvortrag über die jüngsten Ergebnisse der Archäologie und ihren Beitrag zum Verständnis der Bibel.

Verbunden mit dem Kongress tagen weitere Fachgesellschaften wie die International Organization for Septuagint and Cognate Studies, die sich der Erforschung der griechischen Übersetzung der Bibel widmet, und die International Organization for Qumran Studies, die sich mit den in der Wüste Juda gefundenen Handschriften befasst.

„Die jüngste Entwicklung unseres Faches ist unter anderem dadurch bestimmt, dass die Wirkungsgeschichte zunehmendes Gewicht gewinnt“, sagt IOSOT-Präsident Christoph Levin, Lehrstuhlinhaber für Altes Testament an der LMU. „Mehrere Hauptvorträge werden dies unter Beweis stellen. Die alttestamentliche Wissenschaft stellt sich heute bewusst in den Rahmen der Kulturwissenschaften, sowohl historisch als auch im Blick auf die Gegenwart.“

In Zusammenhang mit dem Kongress haben sowohl die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen als auch die Bayerische Staatsbibliothek Sonderschauen eröffnet. In der Alten Pinakothek sind Kunstwerke aus Spätmittelalter bis Barock zu sehen, die „Geschichten und Gestalten“ des Alten Testaments zeigen. Und die Staatsbibliothek stellt in ihrem Tresorraum 30 ihrer bedeutendsten Handschriften rund um die Hebräische Bibel und das Alte Testament aus.

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