Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Neuer Forschungsverbund

Eine Frage des Überlebens

München, 03.07.2013

Die LMU ist mit mehreren Projekten am neuen Forschungsverbund „Fit for Change“ beteiligt.Begriffswolke

 

Es geht um nicht weniger als das Überleben (in) unserer Gesellschaft. Was wie das Thema eines actionreichen Hollywood-Films klingt, ist in diesem Fall Gegenstand der Wissenschaft. In dem neuen Forschungsverbund „Fit for Change“ (ForChange) untersuchen Forscherinnern und Forscher mehrerer Universitäten und unterschiedlicher Disziplinen, unter welchen Voraussetzungen Menschen die Veränderungen und Herausforderungen bewältigen können, denen sich moderne Gesellschaften gegenübersehen. Es geht also um die Resilienz, die Überlebensfähigkeit von Menschen und Institutionen unter sich rapide ändernden Bedingungen. An dem Verbund sind neben der LMU verschiedene Fachrichtungen der Universitäten Augsburg, Erlangen-Nürnberg, Regensburg und Würzburg beteiligt. Das bayerische Wissenschaftsministerium fördert den Verbund mit insgesamt 13 Projekten in den nächsten vier Jahren mit 2,78 Millionen Euro.

Wechselwirkungen des Wandels

„Wir untersuchen, wie anpassungs- und überlebensfähig Menschen und Institutionen sind und wie sie Veränderungen gestalten“, sagt die LMU-Geographin Professor Claudia R. Binder, Sprecherin des Verbunds. Ziel des Forschungsverbunds ist es, das komplizierte Wechselspiel von Veränderungsprozessen zu analysieren und herauszufinden, welche Fähigkeiten notwendig sind, damit Gesellschaften Antworten auf drängende Herausforderungen wie den Klimawandel, Ressourcenknappheit und den demografischen Wandel finden.

„Der vielfältige Wandel der Gegenwart lässt sich nur verstehen, wenn man die Wechselwirkungen auf unterschiedlichen Ebenen berücksichtigt. Hier sind keine rein linearen und kausalen Bezüge mehr auszumachen“, sagt Binder. So könnten beispielsweise ökologische Umbrüche zu sozialen und ökonomischen Risiken führen und der demografische Wandel könnte internationale Verschiebungen bewirken.

Projekte an der LMU

Allein an der LMU wird im Rahmen des Verbunds über so unterschiedliche Bereiche wie Arbeitswelt, Medien oder Energienutzung geforscht. Die LMU ist mit den folgenden sieben Projekten an dem Forschungsverbund beteiligt:

  • „Transformationsprozesse zu einem nachhaltigen Energiesystem“ (Prof. Claudia R. Binder, Department für Geographie)
  • „Wie können Mitarbeiter in teambasierten Organisationen bei der Anpassung an innerbetrieblichen Wandel und bei der Verarbeitung beruflicher Rückschläge unterstützt werden? “ (Prof. Martin Högl, Institut für Leadership und Organisation)
  • „Optionssteigerung durch produktive Selbstbeschränkung? Resiliente Strukturen experimenteller Institutionalisierung“ (Dr. Stefan May, Munich Center on Governance, Communication, Public Policy and Law)
  • „Medialisierung und die Handlungslogik der Massenmedien“ (Prof. Michael Meyen, Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung)
  • „Nachhaltigkeit, menschliche Kompetenz und gesellschaftliche Resilienz im Lichte des Capability-Ansatzes“ (Prof. Julian Nida-Rümelin, Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft)
  • Ökologische Sozialethik als Kompass für eine nachhaltige Transformation der Gesellschaft (Prof. Markus Vogt, Katholisch-Theologische Fakultät)
  • Holzzukunft oder Holzweg? Chancen, Barrieren und Kompromisse einer veränderten Nutzung von Holz als Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation (Prof. Gordon Winter, Department für Geographie)

nh

Ansprechpartnerin:
Dipl. Päd. Helga Schubert
Tel.: 0174-2129988
E-Mail: helga.schubert@lrz.uni-muenchen.de

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse