Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Theaterwissenschaft

Streichfassung

München, 06.11.2013

Andreas Englhart verdichtet Traditionen und Tendenzen aus 50 Jahren zu einer knappen Geschichte der zeitgenössischen Bühne.

BuchcoverDas Theater der Gegenwart auf 120 Seiten? Wie schreibt man diese Geschichte, ohne dass vom Wanderzirkus des Regietheaters nur noch das Namedropping übrigbleibt? Andreas Englhart, Theaterwissenschaftler an der LMU, ordnet ein, fächert auf, er verdichtet und verschlagwortet, wenn man so will, was das zeitgenössische Sprechtheater ausmacht. Er zeichnet Entwicklungslinien nach, differenziert künstlerische Trends und ästhetische Moden.

Was ist überhaupt das vielbeschworene und vielgeschmähte Regietheater? In welcher Tradition steht es und wovon setzt es sich ab? Wer steht für Texttreue und wer für ungezwungene Ausdeutung des Materials? Wie reagiert das Theater auf Zeitphänomene der Medialisierung und den Weltwandel der Globalisierung? Und woher kommt der neue Drang, Romane und Filmplots auf die Bühne zu hieven?

Ein eigener Kosmos
Nebenbei skizziert Englhart noch eine Soziologie des etablierten Theaterbetriebes, zeichnet ihn als eigenen Kosmos zwischen Abhängigkeit und Avantgardestreben, zwischen Institutionenlogik und Innovationsanspruch, zwischen Kritiker und Konsument. All das breitet der Theaterwissenschaftler auf knappstem Raum aus – und lässt dabei den „Liebhaber des Schauspiels“ durchscheinen, als den er sich bezeichnet.

Publikation:
Andreas Englhart
Das Theater der Gegenwart
Verlag C.H.Beck 2013, 128 Seiten
ISBN 978-3-406-65476-3

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse