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Film und Workshop

Istanbul in München

München, 15.07.2013

Der Imagewandel Istanbuls hin zu einer "coolen Stadt" ist Thema eines Workshops und Filmabends – und Auftakt eines interdisziplinären Ausstellungsprojekts.

Istanbul in MunichWie viel Istanbul in München zu entdecken ist, haben Studierende der Ethnologie seit Oktober 2012 mit der Kamera erforscht. Ihre Dokumentarfilme sind im Rahmen eines Filmforschungsseminars von Dr. des. Julia Bayer am Institut für Ethnologie entstanden, eingebettet in das Kunst- und Forschungsprojekts "Call it Cool Istanbul". Darin untersucht eine Forschergruppe um Dr. Derya Özkan vom Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der LMU, wie sich das Image von Istanbul von einer orientalischen hin zu einer "coolen Stadt" gewandelt hat. In "Call it Cool Istanbul" ergänzen sich wissenschaftliche Arbeit und künstlerische Darstellungsformen.

Am 19. Juli 2013 stellt die Projektgruppe ihre ersten Ergebnisse vor. In einem Workshop und einer anschließenden Filmvorführung zeigen sie, welches Bild von Istanbul in München vorherrscht und wie das coole Image Istanbuls an verschiedenen Orten inszeniert wird.

Als "coole Metropole" haben globale Medien Istanbul erstmals im Jahr 2005 bezeichnet – ein Attribut, das unter anderem auch Berlin, Barcelona und New York zugeschrieben wird. Was steht hinter dem Begriff "cool"? Eine "coole Stadt" kann zum Magneten für Touristinnen und Touristen werden. Darüber hinaus gibt es aber auch Aspekte "cooler" Stadtkultur, die im Tourismus nicht sichtbar werden. Dabei interessiert sich die Projektgruppe besonders für die gesellschaftlichen Veränderungen vor Ort.

„Cool Istanbul ist explodiert“

Eine hohe Aktualität hat ihre Forschung mit den fröhlichen politischen Protesten um die Besetzung des Gezi-Parks im vergangenen Monat gewonnen. "In Istanbul hat sich ein enormes Potenzial an Kreativität und Humor entfaltet. Das hat eine Menge mit der Politik des Alltags zu tun, sowohl in der Türkei im Allgemeinen als auch in Istanbul im Besonderen. Cool Istanbul ist nicht nur touristisch, auch nicht nur kommerziell oder Mainstream. Es artikuliert sich auch in gesellschaftlichem Widerstand. Die Proteste waren massiv mit kreativen Ausdrucksformen verbunden, die direkt mit dem Ort zusammenhingen, aber auch mit dem Globalen verbunden waren. Cool Istanbul ist explodiert", sagt Derya Özkan.

Das Projekt "From Oriental to the Cool City. Changing Imaginations of Istanbul, Cultural Production and the Production of Urban Space" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Emmy-Noether-Programms gefördert. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Ethnologie an der LMU und der Kunstakademie München sind für das kommende Jahr zwei Ausstellungen geplant.

 

Termin

19. Juli 2013
10 bis 15 Uhr: Workshop im Münchner Stadtmuseum
Großer Saal, Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 Munich
20 Uhr Filmvorführung im Strom Klub, anschließend Party
Lindwurmstr. 88, 80337 Munich

Die Teilnahme an Workshop und Filmvorführung steht allen Interessierten offen. Um Anmeldung per Mail wird gebeten.

E-Mail: cool-istanbul@lmu.de

 

Ansprechpartnerin
Dr. Derya Özkan
Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie
Tel.: 089 / 2180 – 6980
E-Mail: derya.oezkan@lmu.de 

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