Ludwig-Maximilians-Universität München
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Großangelegte Messkampagne

Forscher fangen Wolken ein

München, 18.03.2013

Wolken erscheinen uns als gigantische helle Gebilde am Himmel, bestehen aber letztlich aus Myriaden winzig kleiner  Wassertröpfchen und Eispartikel verschiedenster Größe und Form. Im Rahmen des mit elf Millionen Euro geförderten BMBF-Forschungsprojektes „Wolken- und Niederschlagsprozesse im Klimasystem - HD(CP)2“, soll nun erstmalig sowohl die räumliche Struktur von Wolken als auch deren Partikelzusammensetzung untersucht werden. Die mehr als 120 beteiligten Forscher aus 17 Instituten - darunter auch Wissenschaftler des meteorologischen Instituts der LMU - erhoffen sich davon einen Durchbruch im Verständnis von Wolken- und Niederschlagsbildung und eine signifikante Verbesserung von Wetter- und Klimamodellen.

Foto: Patric Seifert/ TROPOS
Das mobile Wolkenradar LACROS (im Bild links vor dem stationären Wolkenlabor LACIS) ist eines von 20 Fernerkundungsgeräten, die während der Messkampagne HOPE zum Einsatz kommen , um möglichst viele Wettersituationen einzufangen und so das Wissen über Wolken- und Niederschlagsbildung zu verbessern. Foto: Patric Seifert/ TROPOS

Die Messkampagne mit dem optimistischen Namen HOPE findet von April bis Juli 2013 in einem etwa zehn mal zehn Quadratkilometer großen Gebiet statt. Sogenannte „Supersites“ erfassen die räumlichen Temperatur-, Feuchte- und Wolkenfelder bis etwa zehn Kilometern Höhe mit schwenkbaren Lidar- und Radargeräten und einer Vielzahl von Bodensensoren für Temperatur, Feuchte und solare Einstrahlung. Mehr als 20 solcher Fernerkundungsgeräte werden dabei möglichst viele Wettersituationen einfangen und das bisher vollständigste Bild des Entstehens und der Entwicklung von Wolken aufzuzeigen.

Gastgeber der Messkampagne ist das Forschungszentrum Jülich. An dem Projekt beteiligt sind zudem die Universitäten zu Köln, Bonn, Hohenheim, Berlin, Leipzig, München, das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, das Karlsruher Institut für Technologie und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig. Die Messungen werden begleitet von Wetter- und Klimaberechnungen der neuesten Modellgenerationen auf den schnellsten zur Verfügung stehenden Hochleistungsrechnern Deutschlands. Die umfangreichen Daten von HOPE dienen als Messlatte für die Genauigkeit der Modelle, und der Vergleich zwischen Modell und Wirklichkeit wird entscheidende Impulse zur Modellverbesserung liefern.

 

 

 

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