Ludwig-Maximilians-Universität München
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Volkskrankheiten

Kombinierter Ansatz für bessere Diagnostik

München, 14.02.2013

Für viele Volkskrankheiten wie etwa Diabetes oder Atherosklerose gilt, dass frühzeitige Diagnosen eine gezieltere Behandlung ermöglichen und helfen können, schwere Folgeschäden zu vermeiden. Wissenschaftler um den LMU-Mediziner Professor Daniel Teupser konnten nun zum ersten Mal zeigen, dass kombinierte Gen- und Proteinanalysen in Blutplasma die Diagnostik wesentlich erleichtern und die Identifizierung möglicher Biomarker vereinfachen könnten.

Teupser analysierte mit seinem Team mithilfe massenspektrometrischer Methoden das Proteom – die Gesamtheit der Proteine – von insgesamt 455 Blutplasma-Proben. Die Kombination mit genomweiten Analysen ergab, dass das Protein-Inventar des untersuchten Plasmas einer starken genetischen Regulation unterlag. Etwa 40 Prozent der Proteinfragmente des Plasmas waren genetisch beeinflusst. Eine besonders starke Beziehung zeigte sich zu Genen, die für Hämoglobin und Apolipoprotein 2 codieren. Hämoglobin bindet den Sauerstoff im Blut und Apolipoprotein 2 ist am Fettstoffwechsel beteiligt.

„Unser neues Verfahren kann auf eine Vielzahl weit verbreiteter Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen oder Krebs angewendet werden“, sagt Teupser. „Wir hoffen, dass die Kombination genetischer und proteomischer Methoden auch zur Aufklärung der molekularen Krankheitsmechanismen beitragen und die Identifizierung neuer diagnostischer und therapeutischer Zielmoleküle beschleunigen wird.“
(Genetics February 2013)      göd

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