Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Mobiles Internet

Die Welt in der Hand

München, 04.09.2013

Handys und Smartphones sind die modernen Alleskönner. Mit ihnen telefoniert man nicht nur, sondern bucht auch Reisen, kommuniziert mit Kollegen oder kauft Geschenke. All das machen Apps möglich, Applications wie die Computerprogramme auf Englisch heißen.

Foto: BICC-Net
Foto: BICC-Net

Am 10. September stellt der Lehrstuhl für Mobile und Verteilte Systeme der LMU neben dem zu diesem Thema bereits laufenden Vorhaben MoBATo zwei weitere Projekte vor: „Mobiles Internet – Bezahlen und Arbeiten“ und „Mobiles Internet – Big Data“, die das Bayerische Wirtschaftsministerium im Rahmen eines Verbundprojekts fördert. Themen der Vorträge sind unter anderem Reisen, Bezahlen und Einkaufen mithilfe mobiler Dienste. Die Veranstaltung schließt mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Das omnipräsente Internet“

Mit einer App um den Globus

Es gibt inzwischen Millionen von Apps, doch nur wenige werden häufig genutzt. „Der Trend ist daher, die Funktionen einzelner Apps in eine einzige Anwendung zusammenzufassen“, sagt Claudia Linnhoff-Popien, Inhaberin des Lehrstuhls für Mobile und Verteilte Systeme. Im Rahmen der neuen Projekte arbeitet ihr Team unter anderem mit dem Flughafen München an einer Reise-App, die übergreifend für Flughäfen und Fluglinien konzipiert ist. Durch mehrere Module, die aufeinanderfolgen, können Reisende alles Organisatorische von der Planung bis zur Rückreise Schritt für Schritt mobil erledigen.

Im Moment müssen Reisende dafür mehrere einzelne Apps nutzen. „Unser Ziel ist es, den gesamten Prozess in eine App zu fassen“, sagt Linnhoff-Popien. Dazu gehören sowohl Buchung und Bezahlung als auch das Speichern von Daten, damit unterwegs keine hohen Kosten anfallen, und sogar Warnungen vor möglichen Schlangen oder Staus. „Das Ziel ist, diese Dienste und Informationen personalisiert anzubieten, so dass sie auf das Interesse des Nutzers abgestimmt sind. Und sie werden kontextabhängig zur Verfügung gestellt: Je nachdem, wo man sich befindet, erhält man die dazu passenden Apps“, sagt Linnhoff-Popien. „Seamless Travel“ nennt sich das Konzept: nahtlos reisen.

Die Reisenden würden dadurch Zeit, Kosten und Speicherplatz sparen. Linnhoff-Popien geht von einer hohen Nutzerakzeptanz aus. „Das Einfache wird sich durchsetzen“, davon ist sie überzeugt.

An den interdisziplinären Projekten sind zudem zwei Lehrstühle der Betriebswirtschaft an der LMU sowie acht Unternehmen beteiligt. „Firmen aller Branchen reagieren auf die technologische Entwicklung und denken darüber nach, wie sie ihre Geschäftsmodelle anpassen können, um nicht den Anschluss zu verlieren“, sagt Projektleiterin Claudia Linnhoff-Popien.

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse