Ludwig-Maximilians-Universität München
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Herzinfarkt-Therapie

Neuartiger Ansatz erfolgreich getestet

München, 20.09.2012

Eine am Klinikum der Universität München entwickelte Therapie könnte die Regeneration von zerstörtem Herzmuskelgewebe ermöglichen. Der neuartige Ansatz wurde soeben für die LMU lizenziert - und bereits erfolgreich an Patienten getestet.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind noch immer die häufigste Todesursache in Deutschland. Zudem können schwere Folgeschäden entstehen, wenn etwa bei einem Herzinfarkt das Gewebe des Herzmuskels akut unterversorgt ist. Ein Forscherteam um Professor Wolfgang-Michael Franz vom Klinikum der Universität München hat dafür nun eine neuartige Therapie entwickelt: Dieser Ansatz setzt auf molekulare Signale, die körpereigene Stammzellen gezielt in das zerstörte Gewebe locken - um dieses zu regenerieren.

Patienten mit Herzinfarkt, die an der weltweit ersten Studie dieser Art am Campus Großhadern des Klinikums teilgenommen haben, wiesen nach der Behandlung eine verbesserte Blutversorgung des Herzmuskels und eine gesteigerte Herzfunktion auf. Der neue Ansatz wurde nun von der Bayerischen Patentallianz GmbH für die LMU an das Unternehmen RECARDIO GmbH lizenziert. Das Unternehmen plant, 2013 in die klinische Phase einzutreten. „Für Herzinfarktpatienten eröffnet sich hier möglicherweise eine neue Option zur Prävention einer drohenden chronischen Herzmuskelschwäche“, sagt Franz.

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