Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neues Tiermodell

Durchsichtiger „MitoFish“ eröffnet neue Einblicke

München, 18.12.2012

In einem neuen Modellsystem können Prozesse, die bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit und bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen eine Rolle spielen, nun besser untersucht werden.

Der Zebrafisch, der in seinen frühen Lebensphasen durchsichtig ist, eröffnet neue Einblicke - auch in neurologische Erkrankungen. Münchner Forscher entwickelten mit dem transgenen „MitoFish“ ein Modellsystem, in dem sie innerhalb einzelner Neuronen am lebenden Tier beobachten können, wie der Transport von Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle, bei Gehirnerkrankungen beeinträchtigt wird. Das neue Modellsystem könnte so Ansatzpunkte für neue wirksame Medikamente liefern.

In Frage kommen hier neurodegenerative Erkrankungen wie die Alzheimer-Erkrankung, Parkinson, die Amyotrophe Lateralsklerose und die Multiple Sklerose. Denn diese Leiden unterscheiden sich zwar in den Symptomen und im Verlauf, auf der Ebene einzelner Neuronen aber lassen sich gemeinsame Mechanismen beobachten. Der „Mitofish“ wurde gemeinsam von Professor Dr. Thomas Misgeld, TU München, und Dr. Bettina Schmid entwickelt. Schmid leitet eine Forschergruppe am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Kooperation mit Professor Christian Haass, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München.
(The Journal of Neuroscience, 2012)

 

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