Ludwig-Maximilians-Universität München
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Bioinformatik

Neues EU-Projekt verbessert Datenanalyse

München, 05.11.2012

Moderne Analysemethoden erzeugen oft riesige Datenmengen. Im Rahmen eines EU-Projektes werden nun neue Modelle für die integrative Datenauswertung entwickelt  - so soll die Übertragung von Forschungsergebnissen in die Praxis erleichtert werden.

Hochdurchsatzverfahren zur Analyse von Biomolekülen wie DNA oder Proteinen -  die sogenannten omics-Technologien - erlauben die gleichzeitige Untersuchung vieler Moleküle und ermöglichen detaillierte Einblicke in die molekularen Grundlagen des Lebens. Allerdings werden dabei enorme Datenmengen generiert, deren Interpretation eine Herausforderung für Bioinformatiker ist. Das neue EU-Projekt STATegra hat zum Ziel, neue statistische Methoden und Tools zu entwickeln, die eine Analyse von Daten aus verschiedenen omics-Technologien erlauben und so zu einer effektiveren Nutzung dieser Daten beitragen.

Das Hauptaugenmerk von STATegra liegt auf der integrativen Analyse von Daten aus verschiedenen molekularen Methoden, mit denen erfasst werden kann, welche Gene wann aktiv sind. „Dies ermöglicht einen tiefen Einblick in die molekularen Grundlagen der Zellorganisation und wird die Systembiologie entscheidend voranbringen“, sagt Professor Axel Imhof vom Adolf Butenandt Institut der LMU,  der im Rahmen von STATegra die Differenzierung von B-Zellen proteomisch untersuchen wird.

Vom Labor in die Praxis

 

Ein wichtiges Ziel von STATegra ist es, die Übertragung der aus den Daten gewonnenen Forschungsergebnisse in die klinische Praxis voranzutreiben. So könnten mithilfe der neuen Modelle etwa Wirkung und potenzielle Nebenwirkungen von Medikamenten untersucht werden. Um eine breite Anwendung zu gewährleisten, sollen die neu entwickelten Tools Wissenschaftlern schnell und effizient in Form nutzerfreundlicher Softwarepakete zur Verfügung gestellt werden.

STATegra wird von der EU mit sechs Millionen Euro für drei Jahre gefördert und startete Ende Oktober mit einem Kick-off Meeting im spanischen Valencia. An dem internationalen Projekt sind insgesamt elf Gruppen und Firmen aus acht verschiedenen Ländern beteiligt. Koordiniert wird STATegra von spanischen Partnern am Computational Medicine Institute des Prince Felipe Research Centre (CIPF) in Valencia.
göd

 

 

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