Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Mittelalterliche Geschichte

Internationale Tagung zu Ludwig dem Bayern

München, 04.10.2012

Ludwig der Bayer (1324-1347), der erste Wittelsbacher auf dem deutschen Königs- und römischen Kaiserthron, gehört zu den schillerndsten Figuren des späten Mittelalters. Bis heute ist die Beurteilung seiner Person und Regierung umstritten. Von der Wissenschaft wurde Ludwigs Regierung oft als historisches Intermezzo zwischen der hochmittelalterlichen ‚Kaiserherrlichkeit’ der Staufer und dem Hausmachtkönigtum Karls IV. (1347–1378) gedeutet. Die neuere Forschung dagegen übt Kritik an diesem Konstrukt und unterstreicht die Notwendigkeit einer neuerlichen Untersuchung und kritischen Würdigung der Regierungszeit Ludwigs des Bayern.

Dieser Thematik widmet sich die internationale wissenschaftliche Tagung „Ludwig der Bayer (1314–1347): Reich und Herrschaft im Wandel“, die vom 9. bis zum 11. Oktober 2012 stattfindet. Der Fokus liegt auf den bislang kaum thematisierten tiefgreifenden Veränderungen in Reich, Verfassung und Herrschaftspraxis der Epoche Ludwigs des Bayern. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob sich diese Veränderungen als Anzeichen für einen generellen Wandel in zentralen Bereichen wie Herrschaft, Recht und Gesellschaft deuten lassen.

In einem öffentlichen Abendvortrag am 9. Oktober spricht der Berliner Historiker Professor Dr. Michael Menzel über Kaiser Ludwig und die in seiner Herrschaft begründeten „bayerischen Jahre Europas“. Der Vortrag findet um 19:30 Uhr im Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11, 80539 München statt.

 

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse