Ludwig-Maximilians-Universität München
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Geowissenschaften

Vulkanasche im Fokus der Forschung

München, 10.07.2012

Der Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 machte deutlich, wie verletzbar die globalisierte Gesellschaft durch vulkanische Aktivität ist. Eine neues Projekt nimmt nun Vulkanasche unter die Lupe und analysiert, welche Risiken von ihr ausgehen.

Vulkanasche das häufigste Produkt vulkanischer Aktivitäten: Allein durch Ausbrüche werden jeden Monat mehr als eine Million Kubikmeter Asche in die Atmosphäre geschleudert - heftige Eruptionen können dieselbe Menge innerhalb weniger Stunden produzieren. Die möglichen sozioökomischen Folgen zeigte der Ausbruch des Eyjafjallajökull auf eindrückliche Weise: Obwohl die Eruption nur von moderater Intensität und Dauer war, verursachte sie erhebliche ökonomische Schäden im Luftverkehr.

Neue Methoden helfen bei der Risikoabschätzung

„Trotz ihrer offensichtlichen Bedeutung für die Risikoabschätzung waren Entstehung und Verbleib vulkanischer Asche bisher noch nicht ausreichend verstanden“, erklärt der LMU-Geowissenschaftler Donald Dingwell, der mithilfe eines neuen Projekts diese Lücke schließen möchte. Neue technische Möglichkeiten ermöglichen es den Wissenschaftlern nun, zum ersten Mal alle grundlegenden Prozesse  - von der Entstehung der Asche bis zu ihrer Ablagerung - unter kontrollierten Bedingungen zu erfassen und ihren Einfluss auf die Umwelt zu untersuchen.

Der AXA-Forschungsfonds fördert das auf drei Jahre angelegte neue Projekt mit 550 000 Euro. Der Fonds unterstützt innovative Grundlagenforschung zum besseren Verständnis von umweltbedingten, gesundheitlichen und sozioökonomischen Risiken.
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