Ludwig-Maximilians-Universität München
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Social Media

Was das Netz bewegt

München, 02.07.2012

Bürgerproteste im Netz, der Aufstieg der Piratenpartei oder die Rolle von Facebook und Twitter im „arabischen Frühling“: Politische Kommunikation im Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ein neues Projekt widmet sich ihren Mechanismen.

Viele Ereignisse der letzten Monate haben gezeigt: Politische Kommunikation verläuft im Internet anders als in den klassischen Massenmedien. Wie sich allerdings Themen im Internet verbreiten und wie dort Meinungsbildung stattfindet, hat die Wissenschaft noch wenig erhellen können. Da dafür nötigen methodischen Instrumente sollen nun interdisziplinär im Projektverbund „Analyse von Diskursen in Social Media“ entwickelt werden, an dem auch der LMU-Kommunikationswissenschaftler Christoph Neuberger beteiligt ist.

Vorrangiges Ziel des Projekts ist die Automatisierung der Inhaltsanalyse von Beiträgen in Social Media wie Facebook, Twitter, YouTube und Weblogs, um große Textmengen bewältigen zu können. Darüber hinaus sollen die Netzwerke zwischen Beiträgen analysiert werden, die sich beispielsweise durch Hyperlinks bilden. „Wir werden die Projekte inhaltlich und methodisch koordinieren. Außerdem werden wir die automatisch gewonnenen Ergebnisse evaluieren, um die Aussagekraft der neuen Methoden zu gewährleisten“, erläutert Neuberger den Münchner Beitrag zu dem Projekt.

Koordiniert wird der Projektverbund von der Universität Münster. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für den Verbund bis 2015 eine Fördersumme von rund 800.000 Euro bereit.

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