Ludwig-Maximilians-Universität München
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Das Kind beim Namen nennen

Neue Nomenklatur für Histone

München, 05.06.2012

Histonvarianten-Proteine sind wichtig für die Regulation der Genaktivität. Ihre Namensgebung war bisher nicht einheitlich geregelt und führte oft zu Konfusionen. Deshalb entwickelte nun ein internationales Wissenschaftler-Team eine neue Nomenklatur.

Im Zellkern höherer Organismen ist das fadenförmige Erbmolekül DNA platzsparend um die Histone gewickelt und wird dadurch auch funktionell reguliert. Histone kommen in zahlreichen Größen und Formen - sogenannten Varianten - vor, die unterschiedliche biologische Aufgaben haben. Das Verständnis der funktionalen Diversität der Histonvarianten ist Gegenstand aktueller Forschungsprojekte weltweit.

Die Zahl der Entdeckungen neuer Histonvarianten in vielen Organismen ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Mangels einer allgemeingültigen Nomenklatur führte die Benennung dieser Proteine zunehmend zu Problemen. Histonvarianten wurden trotz unterschiedlicher funktionaler oder verwandtschaftlicher Zusammenhänge ähnlich benannt, während einige homologe Proteine keine Namenskorrelationen aufwiesen und Namens-Schreibweisen uneinheitlich verwendet wurden.

Daher entwickelte ein Wissenschaftler-Team, an dem auch die LMU-Forscher Andreas Ladurner und Sandra Hake beteiligt waren, nun eine konsistente, aber flexible Namensgebung, die informativ und Datenbank-geeignet ist und die auf evolutionären Zusammenhängen beruht. Diese neue Nomenklatur soll Wissenschaftlern weltweit die Arbeit mit Histonvarianten in Zukunft erleichtern. (Epigenetics & Chromatin vom  31. Mai 2012) göd

 

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