Ludwig-Maximilians-Universität München
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Diabetes

Alarmsignale aus dem Blut

München, 01.06.2012

Diabetes wird oft zu spät erkannt - dann sind die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse bereits stark geschädigt oder zerstört. Neue Biomarker können möglicherweise sehr frühe Stadien der Krankheit verraten und bessere Therapieerfolge ermöglichen - Blutprobe genügt.

Die Häufigkeit von Diabetes nimmt seit Jahren weltweit zu. Die Krankheit fängt schleichend an: Veränderungen im Stoffwechsel beginnen oft Jahre, bevor der Diabetes klinisch offenkundig wird – und bleiben meist unbemerkt. Könnten Frühstadien diagnostiziert werden, bevor die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse geschädigt werden und absterben, wären die Behandlungserfolge besser. „Darum ist es sehr wünschenswert, Biomarker zu haben, die bereits die prädiabetische Phase anzeigen", sagt Eckhard Wolf. Dem Professor für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie ist es jetzt gelungen, ein genetisch modifiziertes Schweinemodell zu entwickeln, das diese prädiabetische Phase widerspiegelt.

Bessere Therapiemöglichkeiten bei früher Diagnose
Da der Stoffwechsel vom Schwein dem des Menschen sehr ähnelt, ist es als Modellorganismus für die Suche nach Diabetes-Biomarkern besonders geeignet. Die Forscher untersuchten in Kooperation mit dem HelmholtzZentrum München Blutproben aus zwei verschiedenen Stadien der prädiabetischen Phase im Hinblick auf mögliche Biomarker - und tatsächlich fanden sie einige geeignete Aminosäuren und Lipide, deren Konzentration mit der Masse der insulinproduzierenden Zellen korreliert war. „Sollten diese potenziellen Biomarker in Zukunft in entsprechenden Patientenkollektiven bestätigt werden können, hätte man interessante Indikatoren der frühesten Stadien der Diabetesentstehung und könnte sehr früh und mit besseren Erfolgschancen therapeutisch eingreifen", prognostiziert Wolf. (Diabetes online April 2012) göd

Weitere Informationen

"Xenotransplantation bei Diabetes: Schweinezellen bewähren sich im Tiermodell" - Presseinformation vom 23. April 2012

 

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