Ludwig-Maximilians-Universität München
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Abschluss des CAS-Schwerpunktes

„Grüne Gentechnik“ - Annäherung in einem Konfliktfall

München, 07.05.2012

Gentechnik in der Landwirtschaft ist ein Streitfall, die Debatte tobt seit Jahren. In einem interdisziplinären Schwerpunkt am Center for Advanced Studies der LMU haben Wissenschaftler jetzt untersucht, wie sehr Differenzen im Naturverständnis den Konflikt befeuern. Jetzt stellen sie ihre Ergebnisse vor.

Die Weltbevölkerung wächst, das Klima verändert sich – also müssen auch die Wachstumsraten im Pflanzenbau steigen, fordern Experten wie die der UN-Ernährungsorganisation FAO. Mit einer Intensivierung der Landwirtschaft aber verschärfen sich auch die Umweltprobleme. Die sogenannte Grüne Gentechnik könne helfen, die Produktivität zu steigern – umweltschonend, meinen Biotechnologen. Doch das ist in Deutschland umstritten, die Grüne Gentechnik steht in dem Ruf, Saatgutmonopole zu etablieren und die Integrität der Natur zu schädigen. Auch wenn solche Auswirkungen bestreitbar sind, kann man doch feststellen: Die Grüne Gentechnik hat in Deutschland ein Imageproblem.

Die Suche nach den Gründen für dieses negative Image war Ausgangspunkt eines interdisziplinären Forschungsschwerpunktes am Center for Advanced Studies (CAS) in Kooperation mit dem Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften an der LMU München. Das Format der CAS-Schwerpunkte bietet Wissenschaftlern die Möglichkeit zur längerfristigen, kontinuierlichen Zusammenarbeit – fokussiert auf ein Thema von besonderer gesellschaftlicher Relevanz oder auf ein neues Forschungsfeld. Es fördert den Dialog mit ausländischen Gästen und externen Kollegen und nutzt einen Mix verschiedener Veranstaltungsformen – vom Arbeitstreffen bis zur mehrtägigen Fachtagung.

Im Mittelpunkt des Schwerpunktes stand die Frage, ob die Debatte um die Grüne Gentechnik tatsächlich sauber das Für und Wider einer Technologie reflektiert oder nicht vielmehr stellvertretend ausgefochten wird – für den gesellschaftlichen Grundkonflikt um das Verhältnis von Mensch und Natur. Diese Unterschiede im Naturverständnis waren Gegenstand des Forschungsvorhabens.

Zum Abschluss werden Experten bei einer Podiumsdiskussion die Projektergebnisse präsentieren. Termin: 9. Mai um 18 Uhr im Center for Advanced Studies der LMU, Seestraße 13, 80802 München. Plätze sind begrenzt vorhanden. Anmeldung erforderlich unter info@cas.lmu.de.

Weitere Informationen:

http://www.cas.uni-muenchen.de/schwerpunkte/gruene_gentechnik/index.html

 

 

 

 

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