Ludwig-Maximilians-Universität München
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Quantenteilchen im Stau

Transportphänomene in ultrakalten Gasen

München, 09.03.2012

Transporteigenschaften wie thermische und elektrische Leitfähigkeit sind für die technische Anwendung von Materialien wichtig, oft aber schwer zu berechnen. Kalte atomare Gase in „Lichtgittern“ werden deshalb als Modellsysteme eingesetzt, weil nahezu alle relevanten Parameter extern über Laser- und Magnetfelder unabhängig voneinander gesteuert werden können. Zudem sind diese "Quantensimulatoren" frei von Komplikationen wie Gitterdefekten oder Fremdatomen. Die Gruppe von Professor Immanuel Bloch, Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching, hat jetzt in Kooperation mit der Gruppe von Professor Achim Rosch, Universität zu Köln, an einem Gas aus ultrakalten Kaliumatomen demonstriert, dass die Bewegung der Teilchen im optischen Gitter in einem unerwartet großen Ausmaß von der Stärke der Wechselwirkung zwischen den Atomen abhängt. Untersuchungen dieser Art helfen dabei, Eigenschaften wie elektrische Leitfähigkeit, Supraleitung oder Magnetismus besser zu verstehen und schaffen damit langfristig neue Möglichkeiten für die gezielte Entwicklung von Materialien. (MPI) (Nature Physics online).

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