Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Gedränge im Reagenzglas

Viele Teilchen machen Massenwirkungsgesetz ungenau

München, 06.03.2012

Wie schnell zwei chemische Elemente miteinander reagieren, wird auch von der Wahrscheinlichkeit beeinflusst, mit der die Reaktionspartner aufeinander treffen. Das sogenannte Massenwirkungsgesetz beschreibt diesen Umstand, indem es besagt, dass die Reaktionsgeschwindigkeit von der Konzentration der beteiligten Teilchen abhängt. Am Arnold Sommerfeld Center für theoretische Physik der LMU haben Professor Erwin Frey und sein Mitarbeiter Anton Winkler nun die Gültigkeit dieses Gesetzes mithilfe mathematischer Modelle überprüft. Dabei konnten sie zeigen, dass bei genügend hohen Atom- oder Moleküldichten das Massenwirkungsgesetz nicht mehr exakt gilt. „Diese Abweichung ist auf sogenannte Vielteilcheneffekte zurückführen und lässt sich aus der Zahl der Einzelreaktionen pro Zeiteinheit ableiten“, erklärt Frey. (Physical Review Letters, 5.3.2012)

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse