Ludwig-Maximilians-Universität München
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Forschung an neurodegnerativen Erkrankungen:

Neue Methoden stellen Erklärungsmodell in Frage

München, 06.03.2012

Auch eine gut begründete Hypothese kann sich als wissenschaftliche Sackgasse erweisen – wie ein aktuelles Bespiel aus der medizinischen Forschung zeigt. Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu einer fortschreitenden Muskellähmung führt. Über eine mögliche Krankheitsursache waren sich die Wissenschaftler bisher weitgehend einig: Ein Transportproblem zentraler Zellbestandteile (Organellen) des Stoffwechsels lässt Axone von motorischen Neuronen verkümmern, die wiederum den Muskelapparat des Menschen steuern. Neue Untersuchungen eines Forscherteams rund um Professor Martin Kerschensteiner von der LMU und Professor Thomas Misgeld von der Technischen Universität München (TUM) stellen jetzt dieses Erklärungsmodell in Frage. (PNAS online, 27. Februar 2012)

 

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