Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wenn Spenderlungen der Atem stockt

Ursache für Transportschäden an den Organen identifiziert

München, 01.02.2012

Wieder frei durchatmen können - um dieses Ziel zu erreichen, hilft bei  unheilbar lungenkranken Patienten manchmal nur eine Transplantation.  Geeignete Spenderorgane sind allerdings rar, und deren Transport zum Empfänger ist heikel: „Die isolierte, undurchblutete Lunge kann dabei so stark geschädigt werden, dass sie funktionslos wird. Dieser sogenannte Ischämie-Reperfusions-Schaden ist eines der Hauptprobleme der Lungentransplantation“, sagt Professor Alexander Dietrich vom Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie der LMU. Gemeinsam mit dem Kollegen Professor Thomas Gudermann gelang es Dietrich nun in Kooperation mit einem Team um die Professoren Norbert Weißmann und Werner Seeger (Universität Gießen), die Ursache des lebensgefährlichen Schadens zu identifizieren: Die sogenannten Lungenendothelzellen, die die Innenseite der Blutbahn auskleiden, werden in den isolierten Organen durchlässiger, sodass Wasser und Immunzellen vermehrt in die Lunge eindringen und dort Entzündungen verursachen können.  Eine wichtige Rolle bei diesem Vorgang spielen zwei Regulatorproteine, die die Durchlässigkeit der Endothelzellen beeinflussen . “Unsere Ergebnisse eröffnen die einzigartige Möglichkeit, mit spezifischen Hemmstoffen einzugreifen und medikamentöse Therapien zu entwickeln, mit denen Ischämie-Reperfusions-Schäden in der Zukunft abgemildert werden könnten“, erklärt Dietrich. (Nature Communications, 31.01.2012)

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