Ludwig-Maximilians-Universität München
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Bäumchen wechsel dich nicht:

Konkurrenz belebt die Regenwälder

München, 27.01.2012

Noch immer ist unter Ökologen umstritten, welche Faktoren für die Zusammensetzung der Arten in einem Lebensraum ausschlaggebend sind. Die Konkurrenz zwischen den Spezies gilt vielen als Schlüsselelement. Eine Gruppe einflussreicher Ökologen postuliert aber in der sogenannten „neutralen Theorie“, dass vor allem in den Lebensgemeinschaften artenreicher tropischer Wälder zufallsabhängige Faktoren dominant sind. Professor Susanne Renner, Biologin an der LMU und Direktorin des Botanischen Gartens in München, und Professor Robert E. Ricklefs von der University of Missouri haben nun eine Art Baumzählung durchgeführt – in Regenwäldern rund um den Globus und mit Hilfe von Fossilfunden auch weit in die Vergangenheit zurück. Dabei zeigte sich, dass diese Lebensräume extrem ähnliche und damit keinesfalls vom Zufall abhängige Lebensgemeinschaften beherbergen. „Der hohe Grad an Übereinstimmung hat uns selbst überrascht“, sagt Renner. „Unsere Ergebnisse kann man wohl als eine Art Sargnagel der neutralen Theorie bezeichnen.“ (Science online, 26. Januar 2012)

 

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