Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wenn Botenstoffe Single bleiben

Neuartiger Ansatz könnte bei akutem Lungenversagen helfen

München, 13.01.2012

Bei einem akuten Lungenversagen reagiert das Organ massiv und sehr plötzlich etwa auf bakterielle Infektionen im Rahmen einer Sepsis – eine „Blutvergiftung“ – oder auf das Einatmen von Magensäure. Auch andere schädigende Einflüsse können zur „Schocklunge“ führen, die in rund 40 Prozent der Fälle trotz intensivmedizinischer Intervention tödlich verläuft. In einer vielversprechenden therapeutischen Strategie haben nun Forscher um den LMU-Mediziner Privatdozent Dr. Dr. Oliver Söhnlein im Tiermodell einen Weg gefunden, diese schwere Erkrankung in ihrer Auswirkung deutlich zu reduzieren. Das Team blockierte Botenstoffe, die die sogenannten Neutrophilen Granulozyten rekrutieren. Diese Immunzellen wiederum sind kausal an der Ausbildung eines akuten Lungenversagens beteiligt und infiltrieren massiv das erkrankte Gewebe. „Werden sie nicht rekrutiert, verläuft das akute Lungenversagen sehr viel weniger ausgeprägt“, sagt Söhnlein. „Wir wollen nun testen, ob dieser molekulare Mechanismus auch bei Entzündungen wie der Atherosklerose oder bei chronischen Lungenentzündungen eine Rolle spielt.“  (American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine online, 12.Januar 2012)

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