Ludwig-Maximilians-Universität München
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Globalisierung und große Moleküle

Zwei neue DFG-Graduiertenkollegs an der LMU

München, 23.05.2011

Zwei neue Graduiertenkollegs in den Literatur- und den Naturwissenschaften werden in Zukunft Doktorandinnen und Doktoranden die Chance bieten, in einem hoch qualifizierten und strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm an der LMU zu promovieren. Die neuen Promotionsprogramme starten voraussichtlich im Frühjahr 2012 und werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für zunächst viereinhalb Jahre gefördert. Damit werden die Doktorandenprogramme an der LMU, die sich durch individuelle und intensive wissenschaftliche Betreuung der Graduierten auszeichnen, weiter verstärkt.

In den Literaturwissenschaften wird das Graduiertenkolleg "Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung" sich mit Globalisierungsprozessen von der Antike bis zur Gegenwart auseinandersetzen. Globalisierungsprozesse gab es zu allen Zeiten – und immer waren und sind sie auch ein Thema für die Literatur. Deren Auseinandersetzung mit der Globalisierung ist bislang jedoch wenig erforscht, und dementsprechend sind auch die Kompetenzen der Literaturwissenschaften auf diesem Feld nur wenig ausgelotet. Das Kolleg begegnet diesem doppelten Mangel nun aus historischer, übernationaler und vornehmlich komparatistischer Perspektive. Erforscht werden sollen vor allem Verfahren, mit denen Literatur Globalisierung darstellt, modelliert, reflektiert, kritisiert und so auch mitgestaltet. Ebenso werden sich die am Kolleg beteiligten Forscher mit der Globalisierung der Bedingungen beschäftigen, unter denen Literatur entsteht. Sprecher des Kollegs ist Professor Robert Stockhammer, der einen Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der LMU inne hat.

Das zweite von der DFG neu bewilligte Graduiertenkolleg "Integrated Analysis of Macromolecular Complexes and Hybrid Methods in Genome Biology" widmet sich einem zentralen Thema in der molekularen Biologie: komplexen und dynamischen makromolekularen Systemen. Um diese großen Moleküle strukturell und mechanistisch zu verstehen, will das Kolleg eine neue Generation von Struktur-Funktions-System-Analysen vermitteln und weiterentwickeln. Dazu sollen Daten verschiedener Auflösung aus dem biomolekularen Imaging und der Strukturbiologie kombiniert und mithilfe neuer Computermethoden mit Ergebnissen aus Einzelmolekül- und hochauflösender Mikroskopie sowie Massenspektrometrie zusammengeführt werden. Diese sogenannten „Hybridmethoden“ sollen es ermöglichen, Erkenntnisse über die Struktur und Funktion transienter Proteinkomplexe in der Genombiologie zu erhalten, die mit Einzelmethoden nicht gewonnen werden können. Sprecher dieses Kollegs ist Professor Karl-Peter Hopfner vom Genzentrum der LMU.

Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die von der DFG für maximal neun Jahre gefördert werden. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines thematisch fokussierten Forschungsprogramms sowie eines strukturierten Qualifizierungskonzepts. Eine interdisziplinäre Ausrichtung der Graduiertenkollegs ist erwünscht. Ziel ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen. (göd)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Karl-Peter Hopfner
Fakultät für Chemie und Pharmazie
Genzentrum der LMU
Tel.: 089 / 2180 - 76953
Fax: 089 / 2180 - 76999
E-Mail: hopfner@lmb.uni-muenchen.de
Web: www.lmb.uni-muenchen.de/hopfner

Prof. Dr. Robert Stockhammer
Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Tel.: 089 / 2180 - 3006 oder -3379 (Sekretariat)
Fax: 089 / 2180 - 3377
E-Mail: stockhammer@lrz.uni-muenchen.de

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